Stars nutzen G-20-Gipfel als Protest-Bühne

Chris Martin ist der kreative Kopf des Festivals und selbst als Headliner auf der Bühne.

Chris Martin ist der kreative Kopf des Festivals und selbst als Headliner auf der Bühne.

Hamburg. Sie verzichten auf ihre Gage und rocken für den guten Zweck: Coldplay, Shakira und Herbert Grönemeyer sind nur einige, die sich entschlossen haben, ein Zeichen zu setzen. Am Vorabend des G-20-Gipfels in Hamburg wollen sie auf dem Global-Citizen-Festival in der Barclaycard Arena einen Appell an die Politik richten, sich gegen Armut und Hunger in der Welt zu engagieren.

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Neben den Headlinern sowie den vielen anderen Künstlern, wie Pharell Williams, Ellie Goulding, Lena Meyer-Landrut und Andreas Burani hat sich auch Politprominenz angekündigt. Allen voran Kanadas Premierminister Justin Trudeau, sowie Norwegens Ministerpräsidentin Erna Solberg. Die Sicherheitsmaßnahmen sind dementsprechend groß.

Angela Merkel dürfte dem Popgipfel fern bleiben. Die Bundeskanzlerin hat für den Abend offenbar wichtige bilaterale Treffen auf dem Programm stehen.

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Das Global-Citizen-Festival findet seit 2012 jährlich im Central Park in New York statt. Chris Martin, Frontman der Band Coldplay, ist der kreative Kopf hinter der Veranstaltung. Laut eigener Aussage hat die Organisation seit ihrer Gründung bereits 27 Milliarden Dollar an finanziellen Zusagen erhalten. Geld, das 737 Millionen Menschen zu Gute kommen soll. Global-Citizen kümmert sich um Frauenrechte, Gesundheit, Bildung, Entwicklungsfinanzierung, Umweltschutz – und natürlich Bürgerrechte.

Die Stars nehmen für ihre Auftritte keine Gage, die Fans bezahlen keinen Eintritt. Um eines der Gratistickets zu ergattern – 80 Prozent wurden verlost, der Rest ging in den Verkauf –, mussten Fans an verschiedenen Aktionen teilnehmen. Dazu gehörte es etwa, Emails an Politiker zu schicken und diese zum Kampf gegen Armut aufzurufen, über Twitter Forderungen an politische Adressaten zu formulieren sowie bei Anrufaktionen in Botschaften mitzumachen.

Von nl/dpa/RND

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