Solidarität ist riesig

„Stoppt Putin“: weltweite Proteste gegen russischen Krieg in der Ukraine

Demonstrantinnen und Demonstranten in London.

Demonstrantinnen und Demonstranten in London.

Von London über Taipeh bis Tokio haben Exil-Ukrainer und zahlreiche Menschen gegen Russlands Angriff auf die Ukraine protestiert. Auch in Deutschland gingen am Samstag Tausende auf die Straßen.

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+++ Alle Entwicklungen im Liveblog +++

In Japans Hauptstadt Tokio versammelten sich Hunderte Menschen am Samstag vor Hauptbahnhöfen und skandierten: „Stoppt den Krieg!“ und „Frieden für die Ukraine“. Viele reckten Transparente mit Parolen wie „Kein Krieg“, „Stoppt Putin, stoppt Russland“ in die Höhe, andere schwenkten ukrainische Flaggen. Bei einer anderen, von russischen Staatsbürgern in Japan organisierten Kundgebung riefen Dutzende: „Hände weg von der Ukraine!“

„Stop Putin – Stop War“ steht auf einem Plakat von Demonstranten in Tokio.

„Stop Putin – Stop War“ steht auf einem Plakat von Demonstranten in Tokio.

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In Taiwans Hauptstadt Taipeh kamen vor dem Büro des russischen Repräsentanten mehr als 100 Demonstranten zusammen. „Steht mit der Ukraine“ skandierte die Menge. „Meine Familie, meine Freunde, kauern jetzt wegen der Luftangriffe in ihren Kellern“, sagte Julia Kolorowa, eine 49-jährige Ukrainerin mit Wohnsitz in Taiwan. „Ich will einfach nur, dass sie stark sind. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, wie beängstigend es ist, Raketen über deinem Kopf zu sehen. Es ist surreal.“

Demonstrantinnen und Demonstranten am Samstag in Taipeh.

Demonstrantinnen und Demonstranten am Samstag in Taipeh.

Tausende Menschen nahmen am Samstag in London an einer Demonstration in Whitehall am Eingang zur Downing Street teil, um den russischen Einmarsch in die Ukraine zu verurteilen. Vor der Konsularabteilung der russischen Botschaft hielten Menschen Plakate mit Aufschriften wie „Hands off Ukraine“ (Hände weg von der Ukraine).

Auch in London gingen viele Menschen auf die Straßen.

Auch in London gingen viele Menschen auf die Straßen.

Wie schon an den Vortagen solidarisierten auch auf dem Place de la République in Paris am Samstag wieder zahlreiche Demonstrantinnen und Demonstranten mit den Menschen in der Ukraine.

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Demonstrantinnen und Demonstranten auf dem Place de la République in Paris.

Demonstrantinnen und Demonstranten auf dem Place de la République in Paris.

Mehrere Tausend Menschen gingen in Wien gegen Russlands Präsident Wladimir Putin und seine Invasion in die Ukraine auf die Straße. Eine Ukrainerin forderte dabei am Samstag Russen zum aktiven Widerstand gegen ihren Staatschef auf. „Macht doch verdammte Scheiße etwas“, sagte sie auf Russisch. Eine andere Demonstrantin forderte anwesende Russen auf, ihre Verwandten in der Heimat zu kontaktieren und zum Protest zu bewegen.

Tausende demonstrierten in Wien.

Tausende demonstrierten in Wien.

In Frankfurt demonstrierten am Samstag ebenfalls Tausende Menschen gegen den russischen Angriff auf die Ukraine. Mit den blau-gelben Nationalflaggen bekundeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Solidarität mit der Ukraine. Bei der von den Grünen organisierten Kundgebung unter dem Motto „Solidarität mit der Ukraine – Frieden in Osteuropa“ sprach auch der Generalkonsul der Ukraine in Frankfurt, Vadym Kostiuk, zu den Teilnehmern. Auf Plakaten forderten die Menschen „Stop Putin – Stop War“ (Stoppt Putin – Stoppt den Krieg).

Mehrere Tausend Menschen demonstrierten auf dem Goetheplatz in Frankfurt.

Mehrere Tausend Menschen demonstrierten auf dem Goetheplatz in Frankfurt.

Rund 4000 Menschen versammelten sich am Samstag auf dem Schadowplatz in Düsseldorf. Unter den Demonstrantinnen und Demonstranten war auch Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp. Der FDP-Politiker nannte es in seiner Rede pervers, wenn jetzt in Deutschland über steigende Benzinpreise geredet würde, während die Ukrainer in NRW um ihre Familien, Freunde und Bekannte in der Heimat bangen. Auch in anderen Städten in NRW wie in Münster gab es am Samstag Demonstrationen, bei denen sich die Teilnehmer solidarisch mit der Ukraine zeigten.

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Ein Demonstrant hält in Düsseldorf ein Schild mit der Aufschrift „Helft Selenskyj“.

Ein Demonstrant hält in Düsseldorf ein Schild mit der Aufschrift „Helft Selenskyj“.

In Bayern demonstrierten ebenfalls Tausende Menschen gegen den Krieg in der Ukraine. Alleine in München waren es am Samstag nach Polizeiangaben 5000 Menschen. Bei der Versammlung auf dem Karlsplatz in der Innenstadt forderten die Demonstrierenden auf Plakaten unter anderem Frieden für die Ukraine und Sanktionen gegen Russland. Auch in Nürnberg gab es am Samstag eine friedliche Großdemonstration: Auf dem Kornmarkt kamen laut Polizei etwa 3500 Menschen zusammen.

Demonstrantinnen und Demonstranten in München.

Demonstrantinnen und Demonstranten in München.

Auch in der Türkei solidarisierten sich am Samstag Menschen mit der Ukraine, Proteste gab es etwa auf dem Ulus-Platz in Ankara.

Proteste in der türkischen Stadt Ankara.

Proteste in der türkischen Stadt Ankara.

In Lettland versammelten sich bereits am Freitagabend zahlreiche Menschen zu Solidaritätskundgebungen. In der Hauptstadt Riga kamen Tausende Menschen zu einem Konzert unter dem Motto „Freiheit für die Ukraine“ zusammen, bei dem Musiker, Tanzgruppen und Chöre auftraten. Gemeinsam mit den Demonstranten sangen sie die Nationalhymnen sowie Volkslieder aus Lettland und der Ukraine. Die Veranstaltung fand auf einem Platz in der Innenstadt direkt gegenüber der russischen Botschaft statt. Am Samstag waren dort „Poetry For Peace“-Lesungen von Dichtern geplant. Auch in anderen lettischen Städten kam es zu spontanen Kundgebungen.

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Russland setzte seinen Krieg gegen die Ukraine am Samstag fort. Trotz westlicher Sanktionen solle die Militäroperation „vollständig und bis zum Erreichen aller Ergebnisse“ durchgeführt werden, teilte Russlands Ex-Präsident und Vizevorsitzender des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, mit. Tausende Menschen haben bereits ihr Leben verloren.

RND/AP/dpa/seb

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