Toter König Bhumibol wird eingeäschert

Ehrenwächter und Soldaten nehmen an der Trauerprozession und der königlichen Einäscherungszeremonie des verstorbenen Königs Bhumibol in Bangkok teil.

Ehrenwächter und Soldaten nehmen an der Trauerprozession und der königlichen Einäscherungszeremonie des verstorbenen Königs Bhumibol in Bangkok teil.

Bangkok. Nach einem Trauerjahr für den verstorbenen thailändischen König Bhumibol Adulyadej hat in Bangkok eine prunkvolle Einäscherungszeremonie begonnen. Eine goldene Urne wurde am Donnerstag symbolisch für die sterblichen Überreste des Monarchen in einen eigens angefertigten Schrein gehoben, wo sie bis zur Einäscherung am Abend verwahrt wurde. Die Zeremonie wurde von Mönchsgesängen, traditionellen Musikinstrumenten und Artillerieschüssen begleitet. Zuvor war die zeremonielle Urne vom Großen Palast zu einem goldenen Krematorium transportiert worden.

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An den drei feierlichen Prozessionen nahmen zudem die königliche Familie und Tausende Soldaten teil. Die rund zwei Kilometer lange Strecke war von trauernden Bürgern gesäumt, die allesamt in Schwarz gekleidet waren. Millionen Thailänder verfolgten die Zeremonie live im Fernsehen. Die Urne wurde von einem Palastangestellten in die Hauptkammer des Krematoriums gehoben. Die eigentliche Leiche des Königs sollte in einem separaten Sarg verbrannt werden. Vor der Einäscherung wurde sie mit seltenem Sandelholz präpariert.

Trauerfeier dauert insgesamt fünf Tage

„Ich fühle mich gesegnet, dass ich heute hier sitzen und Teil des Ganzen sein kann. Das ist ein wichtiger Tag für uns“, sagte eine 63 Jahre alte Thailänderin, die mit ihrer Familie aus der Küstenprovinz Rayong angereist war. Die Trauerfeier dauert insgesamt fünf Tage und begann am Mittwoch mit buddhistischen Riten, die Bhumibols Sohn, König Maha Vajiralongkorn, ausführte.

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Der König sollte am Donnerstagabend verbrannt werden. Traditionell werden verstorbene Thailänder während der Trauerzeit in großen, aufrecht stehenden Urnen aufbewahrt. Aber Bhumibol, der in jungen Jahren lange Zeit im Westen verbrachte, wünschte sich einen Sarg und eine daneben stehende symbolische Urne, die zu Andachtszwecken benutzt werden sollte. Die Bauzeit des Krematoriums betrug ein Jahr, der Bau symbolisiert den Berg Meru, in dem nach buddhistischem und hinduistischem Glauben die Götter wohnen.

Bhumibol war vor gut einem Jahr im Alter von 88 Jahren gestorben. Er war sieben Jahrzehnte an der Macht und galt im Volk als äußerst beliebt. Viele Thailänder verehrten ihn und nannten ihn in diesem Zuge auch „Vater“.

Von RND/dpa

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