Waldbrände in Kalifornien: Rauch ist schon bis nach Europa gezogen

Rauchverhangene Landschaften in Kalifornien.

Rauchverhangene Landschaften in Kalifornien.

Die Waldbrände an der Westküste der USA haben verheerende Ausmaße erreicht, in einem Dutzend Staaten lodern die Feuer, es gibt mindestens 33 Tote, viele Menschen werden noch vermisst. Riesige Rauchsäulen liegen über den betroffenen Staaten, Experten warnen vor den gesundheitlichen Folgen der Luftverschmutzung für Menschen – und inzwischen sind die Aschepartikel sogar schon bis nach Europa gezogen. “Rauch der Waldbrände in Kalifornien hat Europa erreicht. Rauch über Westeuropa und Russland”, twitterte die Europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten (Eumetsat) aus Darmstadt.

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Möglich macht das der Jetstream: Die Rauchsäulen der Waldbrände in Kalifornien erreichen eine Höhe von bis zu 17 Kilometern, von dort können sich die Partikel mit den bandförmigen Windströmen, die das Wetter maßgeblich beeinflussen, besonders rasch nach Osten verlagern, wie das Wetterportal Wetteronline berichtet. Laut einer Satellitenauswertung der Nasa wurde der Rauch von der Westküste zunächst über Nordamerika und dann mit einem Tiefdruckgebiet über den Atlantik bis nach Europa transportiert.

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Auch wenn die Konzentration des Rauchs und der Aschepartikel in Deutschland sehr gering sei, könne man die Folgen auch hier mit dem bloßen Auge sehen, so der RTL-Meteorologe Björn Alexander: “Bei schönem und klaren Wetter, wie wir es derzeit haben, führen die feinsten Partikel beispielsweise dazu, dass sich die Sonnenauf- und -untergänge deutlich farbintensiver präsentieren.”

Orangefarbener Nebel liegt über San Francisco.

Orangefarbener Nebel liegt über San Francisco.

Dasselbe Phänomen sorgte im Westen der USA zu apokalyptischen Szenen: Über der Region um San Francisco lag in der vergangenen Woche ein orangeroter Nebel. Starke Winde hatten die Asche über das Land getragen und den Himmel vielerorts verdunkelt. Die Partikel streuen blaues Licht und lassen nur gelb-orange-rotes Licht an die Oberfläche, erklärte die Behörde für Luftqualität in San Francisco.

“Ganze Städte sind niedergebrannt”

In den von den Feuern betroffenen Staaten ist bereits eine Fläche von 4,7 Millionen Acres (gut 19.000 Quadratkilometer) verbrannt, ein Großteil davon mit mehr als 12.700 Quadratkilometern in Kalifornien. Allein dort gab es Berichte über 22 Tote seit Ausbruch der ersten Feuer Mitte August. Zehn Opfer wurden zudem aus Oregon gemeldet. Darunter befand sich auch ein 13-jähriger Junge, der mit einem Hund auf seinem Schoß starb, als die Familie versuchte, im Auto vor den Flammen zu fliehen, wie der US-Sender CNN schrieb. Ein weiterer Mensch fand im Nachbarstaat Washington den Tod.

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In den drei Staaten entlang der Küste waren zudem Dutzende Menschen als vermisst gemeldet, lokale Behörden befürchteten weitere Todesopfer. “Ganze Städte sind niedergebrannt”, berichtete CNN am Samstag. Zehntausende Menschen mussten auf der Flucht vor den Flammen bereits ihre Wohnungen verlassen, Hunderttausende sind allein in Oregon angewiesen, sich zumindest auf eine Evakuierung vorzubereiten.

RND/seb, mit dpa

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