Weinstein-Prozess: Expertin zweifelt an Zeugenaussagen

07.02.2020, USA, New York: Harvey Weinstein, Filmproduzent aus den USA, verlässt den Gerichtssaal nach einer Verhandlung zu seinem Prozess wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Foto: Richard Drew/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

07.02.2020, USA, New York: Harvey Weinstein, Filmproduzent aus den USA, verlässt den Gerichtssaal nach einer Verhandlung zu seinem Prozess wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung. Foto: Richard Drew/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

New York. Im Prozess gegen Harvey Weinstein will seine Verteidigung mit Hilfe einer Expertin für Erinnerungen Zweifel an den Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Ex-Filmmogul säen. Elizabeth Loftus erklärte der Jury vor dem Obersten Gericht in New York am Freitag, dass das Gedächtnis sich über die Zeit verändere, so dass "falsche Erinnerungen" entstehen. Dies könne schon bei Ereignissen eintreten, die fünf Jahre her sind, sagte sie nach Angaben von "USA Today".

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Junge Frauen gefügig gemacht

Loftus ist eine der Zeuginnen der Verteidigung, die Weinstein entlasten sollen. Die Anwälte versuchen, die Glaubwürdigkeit der Frauen anzugreifen, die Weinstein in den vergangenen gut zwei Wochen schwere Sexualverbrechen vorgeworfen und ein Muster eines Mannes gezeichnet hatten, der seine Macht in der Filmindustrie ausnutzte, um sich junge Frauen gefügig zu machen.

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In dem Prozess geht es aber nur um zwei Fälle: Weinstein wird vorgeworfen, 2006 die Produktionsassistentin Mimi Haleyi zum Oral-Sex gezwungen zu haben, eine andere Frau soll er 2013 vergewaltigt haben. Im Falle einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Bei der Anklage wurden viele Fälle nicht berücksichtigt, weil sie entweder verjährt waren oder nicht in New York stattgefunden haben sollen. Am Ende kommt alles auf die Jury an, die über Schuld und Unschuld Weinsteins entscheidet. Ein Urteil könnte noch diesen Monat gefällt werden.

RND/dpa

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