Sauerstoffmangel und giftiges Ammoniak

WWF warnt vor weiterem Fischsterben in Oder

Zwar wurde in der Oder bereits tonnenweise toter Fisch geborgen. Auf dem Grund des Flusses vermutet die Umweltorganisation WWF jedoch weitere Kadaver. Die könnten die Umweltkatastrophe noch verschlimmern.

Zwar wurde in der Oder bereits tonnenweise toter Fisch geborgen. Auf dem Grund des Flusses vermutet die Umweltorganisation WWF jedoch weitere Kadaver. Die könnten die Umweltkatastrophe noch verschlimmern.

Warschau. Umweltschützer in Deutschland und Polen haben angesichts sinkender Sauerstoffwerte vor einem weiteren Fischsterben in der Oder gewarnt. „Der Zersetzungsprozess von toten Fischen und Weichtieren, die nicht abgefischt werden konnten und auf dem Grund der Oder liegen, hat begonnen“, sagte Finn Viehberg vom WWF Deutschland am Mittwoch. Damit komme es zu einer weiteren Belastung des Flusses. Denn wird organisches Material wie tote Fische zersetzt, entsteht Ammonium. In dem ohnehin mit starken Salzwerten belasteten Fluss wandelten sich die Ammoniumionen in Ammoniak um, so Viehberg weiter. „Dies ist eine tödliche Falle für jene Fische, die noch leben.“ Infolge des Sauerstoffmangels und der Ammoniakvergiftung beobachten Experten vom WWF Polen neue tote Fische im unteren Teil der Oder - von Gryfino bis nach Stettin.

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Fischsterben in der Oder: Gesamtes Ökosystem geschädigt

Noch immer steht nicht fest, was genau das massive Sterben der Tiere im deutsch-polnischen Grenzfluss verursacht hat.

Der Verwaltungschef für die Woiwodschaft Westpommern, Zbigniew Bogucki, verweist bereits seit mehreren Tagen auf niedrige Sauerstoffwerte der Oder bei Stettin. Dort seien an sieben Stellen insgesamt 31 Feuerwehrpumpen zur Belüftung des Wassers installiert worden, meldete das Portal Polska Morska.

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In der Oder wurden auf polnischer und deutscher Seite in den vergangenen Wochen massenhaft tote Fische entdeckt und eingesammelt. Die Ursache für das Fischsterben ist bislang unklar. Jedoch wurde in Wasserproben sowohl in Polen als auch in Deutschland eine giftige Alge festgestellt.

RND/dpa

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