Yoko Ono gewinnt Namensstreit mit Hamburger Bar

Nur weil die John-Lennon-Witwe Yoko Ono klagte, muss die Hamburger Szene-Kneipe „Yoko Mono Bar“ im Karolinenviertel nach 17 Jahren ihren Namen ändern.

Nur weil die John-Lennon-Witwe Yoko Ono klagte, muss die Hamburger Szene-Kneipe „Yoko Mono Bar“ im Karolinenviertel nach 17 Jahren ihren Namen ändern.

Hamburg. Die Künstlerin und John-Lennon-Witwe Yoko Ono (84) hat einen Namensstreit mit der Hamburger Eckkneipe „Yoko Mono“ gewonnen. Das Hamburger Zivilgericht bestätigte am Freitag eine einstweilige Verfügung, die dem Barbesitzer Nima Garous-Pour seit Mitte Juli die Verwendung untersagt hatte. Die Konzeptkünstlerin aus New York und ihre Anwälte sind der Meinung, es bestehe wegen der Namensähnlichkeit eine Verwechslungsgefahr.

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Die Bezeichnung „Yoko Mono“ sei dem weltweit bekannten Namen der Klägerin so ähnlich, „dass ein Beobachter mit hinreichender Wahrscheinlichkeit von einer – wie auch immer gearteten – Beziehung zwischen der Klägerin und der Bar ausgehen wird“, sagte dann auch Gerichtssprecher Kai Wantzen zur Begründung. „Die Annahme einer lediglich zufälligen Übereinstimmung ist jedenfalls fernliegend.“

Die Szene-Kneipe „Yoko Mono Bar“ in Hamburg muss sich einen neuen Namen suchen.

Die Szene-Kneipe „Yoko Mono Bar“ in Hamburg muss sich einen neuen Namen suchen.

Garous-Pour reagierte enttäuscht auf die Entscheidung. „Ich bin schon traurig, was hier gerade geschieht. Wir hatten gehofft, dass wir den Namen behalten können“, sagte er. Er war im Sommer der Aufforderung, den Namen zu ändern, nachgekommen und hatte kurzerhand „Yoko“ gestrichen. Seitdem heißt die Szene-Bar, die seit kurzem in der Hamburger Neustadt residiert, schlicht „Mono“.

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Dem verklagten Barbetreiber und seinem Anwalt Jens Kristian Peichl leuchtet die Entscheidung des Zivilgerichts nicht ein. Sie erwägen, das Hanseatische Oberlandesgericht anzurufen. „Wir behalten uns alle Schritte offen“, sagte Peichl.

Von dpa / RND

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