46 Menschen aus München nach Afghanistan abgeschoben

Der Flieger startete gegen 23:45 Uhr am Dienstagabend.

Der Flieger startete gegen 23:45 Uhr am Dienstagabend.

München/Kabul. In der afghanischen Hauptstadt Kabul ist am Mittwochmorgen ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen. Der Flieger startete am Dienstagabend um 23.45 Uhr am Münchner Flughafen. Wie Beamte bestätigten, sei die Maschine um kurz nach 8.30 Uhr Ortszeit schließlich gelandet. Es seien 46 Menschen an Bord gewesen, darunter allein 25 Geflüchtete, die zuletzt in Bayern gewohnt hatten. Laut dem bayerischen Innenministerium waren unter ihnen sieben Straftäter.

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Es war die 15. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016. Diese Abschiebung mitgerechnet, haben Bund und Länder bisher rund 350 Männer nach Afghanistan zurückgebracht. Nach einer Sammelabschiebung Anfang Juli hatte sich einer der 69 Männer kurz nach seiner Ankunft in Kabul das Leben genommen. Zuvor hatten Flüchtlingsorganisationen die Sammelabschiebung heftig kritisiert. Unter den betroffenen Asylbewerbern waren nach Informationen des Bayerischen Flüchtlingsrats auch solche, die sich bereits in Ausbildung befunden oder eine Schule besucht hatten.

Die Abschiebungen sind umstritten, weil sich in Afghanistan der Krieg mit den radikalislamischen Taliban und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausweitet. Erst am vergangenen Freitag überfielen Taliban die strategisch wichtige ostafghanische Stadt Gasni. Bei den Kämpfen starben laut Verteidigungsministerium bisher rund 100 Sicherheitskräfte, mindestens 30 Zivilisten und 200 Talibankämpfer.

Von RND/dpa/epd

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