AfD-Co-Chef Chrupalla: Masken sollten freiwillig sein - Kalbitz „nicht als Extremist aufgefallen“

Tino Chrupalla, Bundessprecher der AfD (Archivfoto)

Tino Chrupalla, Bundessprecher der AfD (Archivfoto)

Berlin. Der AfD-Bundestagsabgeordnete und Co-Vorsitzende seiner Partei, Tino Chrupalla, lehnt die Maskenpflicht ab. Zur Debatte um das Tragen von Gesichtsmasken zum Schutz vor einer Corona-Infektion sagte er am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“, das Tragen von Masken für Mund und Nase müsse freiwillig geschehen.

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Es gehe um die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen gegen Corona. Bei Risikogruppen wie alten Menschen sei eine Maske in bestimmten Situationen sicherlich angebracht, aber dann müsse es eine mit einem hohen Wirkungsgrad (FFP-2) sein, nicht die handelsüblichen. Das Tragen einer Maske in den Schulen lehne die AfD generell ab.

Zum derzeit aus der AfD ausgeschlossenen, bisherigen Brandenburger Fraktionschef Andreas Kalbitz, sagte der AfD-Co-Chef, er beurteile die Menschen nach ihrem aktuellen Tun und Handeln. Ihm sei Kalbitz während ihrer sechsjährigen Bekanntschaft nicht als Extremist aufgefallen.

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Menschen könnten sich ändern. Allerdings hätte er sich von seiner Vergangenheit deutlicher distanzieren können, machte Chrupalla deutlich. Wenn Kalbitz bei seinem Parteieintritt gelogen habe, dann werde er natürlich ausgeschlossen. Bis das letztlich geklärt sei, gelte es abzuwarten.

Der AfD-Bundesvorstand hatte die Mitgliedschaft von Kalbitz im Mai mit knapper Mehrheit für nichtig erklärt. Als Grund für den Beschluss gab der Vorstand an, dass Kalbitz bei seinem Eintritt in die Partei 2013 eine frühere Mitgliedschaft in der inzwischen verbotenen rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) und bei den Republikanern zwischen Ende 1993 und Anfang 1994 nicht angegeben habe.

Diesen Beschluss hatte das AfD-Bundesschiedsgericht Ende Juli bestätigt. Außer Thüringens Landeschef Björn Höcke gilt Kalbitz als wichtigster Vertreter der rechtsnationalen Strömung in der Partei.

Den geplanten Abzug von US-Truppen aus Deutschland heißt Chrupalla im Grundsatz gut. Das komme dem Grundsatzprogramm der AfD entgegen, das den Abzug der alliierten Truppen und der atomaren Sprengköpfe der USA vorsehe, sagte er.

Das könne Europa ein Stück friedlicher machen und könne ein gutes Signal an Russland sein. Denn für die AfD gehöre Russland zu Europa. „Wir brauchen hier eine aktive Friedenspolitik“, sagte Chrupalla und forderte, dass die Sanktionen gegen Russland auch aus wirtschaftlicher Sicht beendet werden müssten.

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RND/dpa

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