Newsletter „Klima-Check“

Agrosprit und Co.: Löst Bioenergie das Klimaproblem – oder verschärft sie es?

Blick auf die Biogasanlage im sächsischen Kodersdorf: Neben Strom wird dort vor allem Gas für rund 2700 Haushalte produziert.

Blick auf die Biogasanlage im sächsischen Kodersdorf: Neben Strom wird dort vor allem Gas für rund 2700 Haushalte produziert.

Berlin/Frankfurt a.M. Liebe Leserinnen und Leser,

am Sonntag erinnert der Weltumwelttag an das 50-jährige Bestehen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP), das am 5. Juni 1972 ausgerufen wurde. Mit der Stockholmer Konferenz wurde damals die Umweltpolitik der UN begründet.

Bereits vor 50 Jahren waren die Probleme wie die globale Erwärmung und die Verschmutzung der Meere so groß, dass sich die Weltgemeinschaft zum Handeln gezwungen sah. Weitere bahnbrechende Abkommen wie die Klimarahmenkonvention mit dem Kyoto-Protokoll waren Folge der Schaffung des zentralen Umweltorgans der Vereinten Nationen.

„Schicke Reden, keine Beschlüsse“

An der Nachfolgekonferenz, die diese Woche unter dem Namen „Stockholm+50″ am selben Ort und in Erinnerung an das historische Datum stattfand und am Freitag endete, hat auch die Bundesumweltministerin teilgenommen. „Wir müssen jetzt unseren Kurs ändern und unseren sinnlosen und selbstmörderischen Krieg gegen die Natur beenden“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres dort in seiner Eröffnungsrede.

Klima- und Umweltaktivistinnen und ‑aktivisten kritisieren, dass aus der Konferenz keinerlei Beschlüsse oder Verpflichtungen hervorgehen. „Sie halten schicke Reden, aber das wird leidende Gemeinschaften nicht retten und die Erwärmung des Planeten nicht aufhalten“, sagte die ugandische Klimaaktivistin Vanessa Nakate der Deutschen Presse-Agentur. Fridays for Future unterstrich am Freitagmittag mit einem Protestmarsch durch die Heimatstadt von Greta Thunberg die Forderung nach konkreten Maßnahmen.

Die Chefin des UNEP, Inger Andersen (2. v. l.), spricht während der Eröffnung des „Stockholm+50“-Klimagipfels in der Alvsjomassan bei Stockholm.

Die Chefin des UNEP, Inger Andersen (2. v. l.), spricht während der Eröffnung des „Stockholm+50“-Klimagipfels in der Alvsjomassan bei Stockholm.

Während vor 50 Jahren noch das Ozonloch und die Vermeidung von Fluorchlorkohlenwasserstoff (FCKW) große Themen der Umweltkonferenzen waren, stehen wir heute vor einem neuen Technologiewandel. Pflanzlich erzeugte Biotreibstoffe galten einst als nachhaltige Alternative zu fossilen Stoffen. Warum sie jetzt der Vergangenheit angehören sollen, erklärt Frank-Thomas Wenzel im Faktencheck der Woche.

 

Faktencheck der Woche

Ein Hauptthema auf der UN-Klimakonferenz in Stockholm war an diesem Freitag die Frage, wie sich Krisen und Konflikte immer stärker überlagern: Klima, Energie, Biodiversität und Nahrungsmittel sind die Stichworte. Immer stärker rückt dabei die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in den Fokus. Wir erläutern, wie mit Bioenergie Probleme gelöst aber auch verschärft werden können.

Warum wird derzeit so aufgeregt über Bioenergie diskutiert?

Durch den Ukrainekrieg, die damit verbundenen massiven Exportausfälle bei Getreide und die daraus resultierende Verteuerung von Agrarprodukten ist eine kontroverse Diskussion über Landnutzung entstanden. Nach dem Motto: Teller oder Tank.

Welche Rolle spielt die Bioenergie für die Versorgung in Deutschland?

Das wird häufig unterschätzt. Tatsächlich hat elektrische Energie aus Biomasse in diesem Jahr bislang einen Anteil von knapp 8 Prozent am Strommix hierzulande – und ist damit wichtiger als die Kernenergie geworden. Im Verkehrssektor wird Agrokraftstoff dem fossilen Sprit beigemischt. So bedeutet E10, dass im Superbenzin bis zu 10 Prozent Bioethanol sind. Beim Diesel macht Sprit, der aus pflanzlichen Fetten und Ölen erzeugt wird, maximal 7 Prozent aus.

Kann Bioenergie helfen, die Abhängigkeit vom russischem Öl und Gas zu verringern?

Theoretisch geht das. So haben auch fünf Verbände aus der Bioenergiebranche unmittelbar nach dem Beginn des Ukrainekrieges darauf hingewiesen, dass im Jahr 2020 insgesamt 4,5 Millionen Tonnen Bioethanol und Biodiesel „Importe fossiler Kraftstoffe aus oftmals instabilen Weltregionen und/oder autokratischen Ländern“ ersetzt haben. Der Deutsche Bauernverband fügt hinzu, dass eine „Begrenzung oder ein Ende der heimischen Produktion von Biokraftstoffen unweigerlich zu einer stärkeren Abhängigkeit von solchen Einfuhren“ führen würde.

Anteil Russlands und der Ukraine an der weltweiten Produktion ausgewählter Getreidesorten.

Anteil Russlands und der Ukraine an der weltweiten Produktion ausgewählter Getreidesorten.

Was ist bei Biogas möglich?

Einer aktuellen Studie des Instituts für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (Ifeu) zufolge werden aktuell in der EU rund drei Milliarden Kubikmeter Methan mittels eines kontrollierten Zersetzens von Pflanzen – vor allem Mais – jährlich produziert. Dabei entsteht Methan, das die gleichen Eigenschaften wie fossiles Erdgas hat – sowohl für die Stromerzeugung als auch für den Antrieb von Motoren.

Die EU-Kommission hat große Pläne. Was bislang kaum in der Öffentlichkeit diskutiert wurde. Im kürzlich vorgelegten Repower-Konzept der EU, das zu einer möglichst schnellen Loslösung von russischen Energielieferungen führen soll, wird vorgeschlagen, die Erzeugung in der EU bis 2030 auf 35 Milliarden Kubikmeter zu erhöhen – also fast zwölfmal mehr als aktuell.

Soll auch mehr Agrokraftstoff erzeugt werden?

Nein. Das zeigt, wie widersprüchlich zum Teil die Konzepte sind. Hierfür schreibt die EU-Kommission einer Deckelung des Einsatzes vor. Und der Import von Diesel aus Palmöl soll in der EU in den nächsten Jahren beendet werden. Hierzulande ist schon 2023 mit dem Palmen-Diesel Schluss.

Eine Studie der Denkfabrik Transport and Environment hat ergeben, dass der Biosprit ökologisch dreimal schädlicher als fossiles Diesel ist – insbesondere weil in den Erzeugerländern Wälder zur Schaffung von Anbauflächen gerodet werden. Bioethanol wird unter anderem aus Mais und Zuckerrüben und Zuckerrohr gewonnen. Die in Deutschland herstellten Mengen werden aber laut des Fachdienstes Heise zu zwei Drittel aus Getreide hergestellt. Heimisches Biodiesel wird vor allem aus Raps gewonnen.

Rapsfelder südlich von Göttingen an der Bundesstraße 27: Aus Raps werden unter anderem Speiseöl, Margarine oder Biodiesel hergestellt.

Rapsfelder südlich von Göttingen an der Bundesstraße 27: Aus Raps werden unter anderem Speiseöl, Margarine oder Biodiesel hergestellt.

Wie viel Ackerland wird für den hierzulande eingesetzten Agrokraftstoff benötigt?

Eine aktuelle Ifeu-Studie hat hochgerechnet, dass es sich um insgesamt 1,2 Millionen Hektar handelt. Davon befinden sich 500.000 Hektar in Deutschland – das entspricht der doppelten Größe von Luxemburg. Die übrigen 700.000 Hektar liegen im Ausland. Diese Flächen fallen für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion weg.

Wie sieht dabei die Ökobilanz aus?

Amtlichen Zahlen zufolge werden durch den Einsatz der Agrokraftstoffe aktuell 9,2 Millionen Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart. Die Ifeu-Expertinnen und -Experten haben aber hochgerechnet, dass gut 16 Millionen Tonnen zusammenkommen, wenn die Flächen renaturiert würden – durch das Kohlendioxid, das die Pflanzen speichern. Würde die Renaturierung mit Fotovoltaikanlagen kombiniert, wäre eine Einsparung von sogar 27,5 Millionen Tonnen möglich. „Die Belegung riesiger Flächen weltweit zur Produktion von Anbau-Biokraftstoff für deutsche Autos ist eine gigantische Verschwendung der extrem wertvollen und limitierten Ressource Landfläche“, so die Ifeu-Fachleute.

Gibt es politische Konsequenzen?

Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) will den Einsatz von Agrokraftstoffen per Gesetz schrittweise zurückfahren. Das soll über die sogenannte THG-Quote geschehen, die Kraftstoffanbieter verpflichtet, den CO₂-Ausstoß ihres Sprits zu verringern. Dies kann derzeit zu maximal 4,4 Prozent mit Agrokraftstoff geschehen, der aus Nahrungs- oder Futtermittelpflanzen erzeugt wird.

Diese Quote soll 2023 schon auf 2,5 Prozent gedrückt werden und in den Folgejahren weiter sinken – bis auf 0 Prozent im Jahr 2030. Stattdessen sollen Elektromobilität, synthetische Kraftstoffe aus grünem Wasserstoff und abfallbasierte Biokraftstoffe verstärkt gefördert werden.

Agrarminister Cem Özdemir und Umweltministerin Steffi Lemke (beide Grüne) arbeiten am Ende der Biobeimischung zum Sprit.

Agrarminister Cem Özdemir und Umweltministerin Steffi Lemke (beide Grüne) arbeiten am Ende der Biobeimischung zum Sprit.

Wie reagieren die Bauerinnen und Bauern?

Der Deutsche Bauernverband protestiert. Und macht unter anderem darauf aufmerksam, dass die Umstellung gar nicht schnell genug umgesetzt werden könne, um im Verkehrssektor die Klimaziele für 2030 zu erreichen.

Die deutschen Klimaziele nach Sektoren: Vor allem der Verkehrsbereich hat Nachholbedarf.

Die deutschen Klimaziele nach Sektoren: Vor allem der Verkehrsbereich hat Nachholbedarf.

Außerdem wird darauf hingewiesen, dass durch die Herstellung von Biokraftstoffen „Koppelprodukte“ entstehen, die von großer Bedeutung für die Tierhaltung seien und deshalb zur Verbesserung der Selbstversorgung mit Lebensmitteln beitragen würden. Pro Liter Biodiesel würden beispielsweise 1,5 Kilogramm „hochverdauliches Rapsschrot“ anfallen, erläutern die Bioenergieverbände.

Welche Chancen hat Biomethan in den nächsten Jahren?

Die Ifeu-Expertinnen und -Experten betonen, dass bisherige Studien hohe theoretische Potenziale hochrechnen. Dabei werde zumeist das Jahr 2050 als Zielpunkt anvisiert. Bis 2030 könne aber höchstens die Hälfte des gesetzten Ziels aus Abfall- und Reststoffen kommen. Das bedeute, dass die 35 Milliarden Kubikmeter Biogas pro Jahr „den massiven Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen (insbesondere Mais) benötigen wird“. Dies wäre mit erheblichen negativen Folgen verbunden. Über fünf Millionen Hektar Ackerfläche würden dadurch belegt – auf denen keine Nahrungsmittel angebaut werden könnten.

Was wären konkret die Folgen?

Das kann Getreide und andere Feldfrüchte verteuern und indirekte Landnutzungsänderungen hervorrufen. Im Klartext: Das Abholzen von Wäldern, die für das Klima enorm wichtig sind. „Das Ziel der Widerstandsfähigkeit des EU-weiten Energiesystems ginge so klar zulasten der Widerstandsfähigkeit des EU-weiten Nahrungsmittelsystems“, so das Ifeu-Fazit.

Nach Berechnungen des Umweltbundesamtes wäre es ohnehin erheblich effizienter, anstelle des Anbaus von Energiepflanzen Fotovoltaikanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zu installieren. So könne pro Hektar 40-mal mehr Solarstrom als beim Einsatz von Mais in Biogasanlagen erzeugt werden.

Hat Bioenergie dennoch eine Zukunft?

Ja. Umweltschutzorganisationen wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) weisen schon lange darauf hin, dass die Potenziale von Reststoffen, Bioabfall oder Grünschnitt bei Weitem nicht genutzt würden. Die DUH hat unter anderem gefordert, endlich die flächendeckende Getrenntsammlung von Bioabfall durchzusetzen – das sollte eigentlich schon seit 2015 der Fall sein. Komme noch eine richtige Verwertung der Abfälle hinzu, könnten 740.000 Tonnen CO₂ jedes Jahr gespart werden.

 

Verbrauchertipp der Woche

Nach einem doch eher verregneten Himmelfahrtswochende startet jetzt endgültig die Grillsaison. Beste Gelegenheit also, um die guten Vorsätze in die Tat umzusetzen und auf Fleisch zu verzichten. Unsere Kollegin Kira von der Brelie ist dafür der Frage nachgegangen, ob Fleischersatzprodukte auch besser für die Gesundheit sind. Lesen Sie Ihren Text hier.

  • Das Fazit: Zwar sollten Verbraucherinnen und Verbraucher auf problematische Zusatzstoffe achten, grundsätzlich sind Ersatzprodukte in ihrer Nährstoffzusammensetzung jedoch gesünder als Fleisch.
  • Als Faustregel gilt: Je kürzer die Zutatenliste, umso besser.
  • Ebenfalls wichtig: Auch auf Salz-, Zucker- und Proteingehalt sollte geachtet werden. Am besten ist es daher, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel zu essen.
Sieht aus wie Fleisch, ist aber keines: Falafel, vegane Schnitzel, veganes Hack und vegetarische Würstchen.

Sieht aus wie Fleisch, ist aber keines: Falafel, vegane Schnitzel, veganes Hack und vegetarische Würstchen.

 

Der RND-Klima-Podcast – hier hören

Wie sicher ist unsere Wasserversorgung? Das Frühjahr 2022 war deutlich zu trocken. Auch die Dürre von 2018 bis 2020 brachte schlimme Folgen für Böden, Landwirtschaft und Natur: Droht in Deutschland bald ein Wassermangel? Im RND-Klima-Podcast „Klima und wir“ klärt Prof. Dr. Axel Bronstert, Hydrologe und Klimaforscher an der Uni Potsdam, über die Gründe für Wasserknappheit auf, zu denen nicht nur der Klimawandel zählt.

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Außerdem hören Sie, welche Regionen besonders betroffen sind und wie wir im Alltag Wasser sparen können. Und warum neben zu wenig auch zu viel Wasser ein Problem ist – wie die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal zeigt.

 

Kima & wir: Der RND-Tiktok-Kanal

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Die gute Nachricht

Balearen-Regierung verabschiedet überarbeitetes Tourismusgesetz: Bisher konnte ein Kurztrip an den Ballermann vor allem als Klimasünde gelten. Das neue Tourismusgesetz auf den Balearen wird daran wahrscheinlich nichts grundsätzlich ändern, doch zumindest ein Umdenken findet statt. Um ihre Hotelsterne zu erhalten, müssen Hotels auf Mallorca zukünftig eine Analyse des eigenen Ressourcenverbrauchs erstellen.

Spanien, Arenal: Auch Bettenburgen auf den Balearen sollen künftig auf ihre Klimabilanz achten.

Spanien, Arenal: Auch Bettenburgen auf den Balearen sollen künftig auf ihre Klimabilanz achten.

Anschließend soll eine auf fünf Jahre angelegte Strategie zur Reduzierung den Energie- und Wasserverbrauchs sowie zur Müllentsorgung vorgelegt werden. Dazu sollen Hygiene-Einwegverpackungen der Vergangenheit angehören und am Hotelbuffet muss zukünftig die Herkunft der Produkte ausgewiesen werden.

 

Aktuelle Hintergründe

Der Klimawandel erhöht auch in Deutschland maßgeblich die Gefahr für Waldbrände. Feuerökologe Alexander Held erklärt im RND-Interview, warum dieses Jahr wieder eine besonders heftige Brandsaison droht. „Wir Menschen haben aber auch unseren Teil dazu beigetragen“, sagt Held. Deutschland hätte zu wenige Mischwälder, die das Wasser besser speichern können. Er rechnet damit, dass es durch die globale Erwärmung immer mehr Brände geben wird und dass diese auch hierzulande zunehmend eine Gefahr für Menschen werden. Der Wissenschaftler fordert einen Umbau der Wälder und eine aktive Waldbrandprävention.

„Wir Menschen haben unseren Teil dazu beigetragen“, sagt Feuerökologe Alexander Held über die Waldbrandgefahr in Deutschland.

„Wir Menschen haben unseren Teil dazu beigetragen“, sagt Feuerökologe Alexander Held über die Waldbrandgefahr in Deutschland.

Die Hälfte der Deutschen wünscht sich, dass der Klimaschutz im Grundgesetz verankert wird, das geht aus einer aktuellen Umfrage des Instituts YouGov zum Weltumwelttag hervor. Besonders hoch ist die Zustimmung demnach bei den Jüngeren. Zudem halten die Befragten die Reduktion von Lebensmittelverschwendung noch vor dem Umstieg auf erneuerbare Energien für das wichtigste umweltpolitische Thema.

Welche Regionen blieben verschont vom Klimawandel? Dieser Frage ist RND-Autorin Saskia Heinze nachgegangen. Die ernüchternde Antwort: Der Klimawandel wird überall auf der Welt spürbar sein (RND+). Die tropischen Regionen sind besonders betroffen, doch auch in Europa werden wir uns auf noch stärkere Veränderungen als in anderen Weltregionen einstellen müssen.

 

Bild der Woche

Die Trockenheit macht sich schon jetzt in den Wasserpegeln der Flüsse bemerkbar. Dresdens historische Altstadtkulisse spiegelt sich unterhalb eines Brückenbogens der Augustusbrücke in einer Wassersenke inmitten des ausgetrockneten Elbufers. Der Pegel der Elbe ist hier mit 94 Zentimetern momentan unterdurchschnittlich niedrig.

Die Trockenheit macht sich schon jetzt in den Wasserpegeln der Flüsse bemerkbar. Dresdens historische Altstadtkulisse spiegelt sich unterhalb eines Brückenbogens der Augustusbrücke in einer Wassersenke inmitten des ausgetrockneten Elbufers. Der Pegel der Elbe ist hier mit 94 Zentimetern momentan unterdurchschnittlich niedrig.

Termine

Sonntag, 5. Juni 2022: Weltumwelttag. Der Weltumwelttag geht auf einen Beschluss der ersten Umweltkonferenz der UN am 5. Juni 1972 in Stockholm zurück. Der Weltumwelttag wird in Deutschland seit 1978 unter ein Motto gestellt.

Montag, 6. Juni 2022, Bonn: Beginn der elftägigen Bonner Klimakonferenz zur Vorbereitung der UN-Klimakonferenz im November in Sharm el-Sheikh.

Dienstag, 7. Juni 2022, Berlin, 11 Uhr: Vortrag und Diskussion zum Thema „Der Ukraine-Krieg als Ausgangspunkt für eine beschleunigte Wärmewende?“, unter anderem mit Kerstin Andreae (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft), Rene Peter Hohmann (OECD), Christian Maaß (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz), Simone Peter (Bundesverband Erneuerbare Energie), Peter Schossig (Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE).

Dienstag, 7. Juni 2022, Weimar, 14 Uhr: Vergabe des Weimarer Umweltpreises 2022 unter dem Motto „Bund statt Grau – Flächen klimafreundlich und lebensnah gestalten“.

Freitag, 10. Juni 2022, Schierke,10 Uhr: Eröffnung der CO₂-Wirtschaftswald-Tagung unter dem Motto „Wald schafft Klima!“ Veranstalter ist der Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt. Erwartet werden Mitglieder der Waldbesitzerverbände von Niedersachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

 

Übrigens: Diese Woche endete am Freitag mit dem internationalen „Tag des Fahrrades“. Bekanntlich hat man es mit dem klimafreundlichen Verkehrsmittel in deutschen Städten nicht immer einfach. Nun raten wegen des 9-Euro-Tickets Verkehrsverbünde auch von einer Mitnahme im Zug ab (RND+).

Für längere Radtouren am langen Pfingstwochenende werden Sie deshalb wohl vor allem starke Nerven brauchen. Darüber, ob die Aktion erfolgreich oder chaotisch endet, werden wir Sie natürlich auf dem Laufenden halten.

Falls Sie Anregungen oder Kritik haben, melden Sie sich gern direkt bei unserem Redaktionsteam: klima@rnd.de Wir freuen uns auf Ihr Feedback!

Nachhaltige Grüße bis nächste Woche

Jan Kuipers und Frank-Thomas Wenzel

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