Altkanzler Schröder warnt vor Berufsverboten für AfD-Mitglieder

Gerhard Schröder.

Gerhard Schröder.

Osnabrück. Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) hat sich dagegen gewandt, AfD-Mitgliedern den Eintritt in den öffentlichen Dienst gleich welcher Art zu verweigern. "Ich habe eine klare Haltung zur AfD: Diese Partei muss entschieden bekämpft werden, aber argumentativ und nicht administrativ", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

"Ich war aus guten Gründen immer gegen Berufsverbote", sagte er. Um nichts anderes handele es sich, wenn AfD-Vertretern der Dienst in Schule, Verwaltung oder Polizei verwehrt bleibe.

"Ich habe als Rechtsanwalt in den 1970er-Jahren DKP-Mitglieder vertreten, die ein Berufsverbot bekommen sollten", sagte Schröder. Später als Ministerpräsident habe er Berufsverbote dann umgehend abgeschafft.

Wenn jemand seine Parteipolitik den Schülern verkaufen möchte, Kinder etwa im Geschichtsunterricht beeinflusst, dann geht das nicht.

Gerhard Schröder

Altbundeskanzler

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

"Wenn jemand seine Parteipolitik den Schülern verkaufen möchte, Kinder etwa im Geschichtsunterricht beeinflusst, dann geht das nicht. Aber man kann nicht vorher wissen, ob er das tut", erläuterte Schröder seine Position. Verhalte sich jemand in seinem Dienst dann verkehrt, "gibt es das Disziplinarrecht, das ist genau dafür gedacht".

RND/epd/cle

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen