Anti-Corona-Demo in Berlin: Nur wenige Teilnehmer tragen Maske

Der Anti-Corona-Protest zieht über die Friedrichstraße - nur wenige Teilnehmer sollen eine Maske tragen.

Der Anti-Corona-Protest zieht über die Friedrichstraße - nur wenige Teilnehmer sollen eine Maske tragen.

Berlin. Auf dem Boulevard Unter den Linden standen die Demonstranten am Samstagmittag dicht gedrängt, später zogen sie über die Friedrichstraße. Auf Abstandsregeln wurde dabei weitgehend nicht geachtet. Zudem trugen kaum Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz. Zu sehen waren Ortsschilder und Fahnen verschiedener Bundesländer.

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Weil sich die Teilnehmer trotz mehrfacher Aufforderungen durch die Polizei Berlin nicht an die Hygiene-Maßnahmen hielten, hat diese Strafanzeige gegen den Versammlungsleiter gestellt.

Ihrem Unmut über die Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus machten die Menschen mit Trillerpfeifen und Rufen nach “Freiheit” oder “Widerstand” Luft. Auch Parolen wie “Die größte Verschwörungstheorie ist die Corona-Pandemie” waren zu hören.

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Für die Kundgebung waren laut Polizei rund 10.000 Teilnehmer angemeldet. Das Motto der Demonstration lautete “Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit”. Den Titel “Tag der Freiheit” trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935. In Stuttgart hat die Initiative “Querdenken 711” bereits wiederholt demonstriert.

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Insgesamt mehr als 20.000 Demonstranten

Die Berliner Polizei rechnet mit insgesamt etwa 22.000 Demonstranten am Wochenende in der Bundeshauptstadt. Bislang wurden 80 Versammlungen angemeldet, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag im RBB-Inforadio sagte.

Die Polizei ist mit Hunderten Beamten im Einsatz. Sie überwacht die Einhaltung der Abstandsregeln, die Demonstranten müssen wegen der Pandemie einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

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Innensenator Geisel kündigte im Vorfeld an, die Beamten würden in angemessener Weise vorgehen. “Wir werden nicht solche Veranstaltungen auflösen können, weil der Mund-Nasen-Schutz nicht getragen worden ist”, sagte er.

Wer aber die Auflagen verletze, werde mit Konsequenzen zu rechnen haben, dazu gehörten auch Bußgelder. Auch mehrere kleinere Demonstrationen muss die Polizei am Wochenende in der Hauptstadt begleiten – und daneben Partys in Parks im Blick behalten.

RND/dpa

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