Bloomberg spendet 100 Millionen für Bidens Wahlkampf in Florida

War selbst für die Demokraten Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur: Michael Bloomberg.

War selbst für die Demokraten Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur: Michael Bloomberg.

Washington. Der Milliardär und ehemalige New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg hat eine Spende von mindestens 100 Millionen Dollar (84 Millionen Euro) für den Präsidentschaftswahlkampf von Joe Biden in Florida zugesagt. Vor allem solle mit dem Geld Wahlwerbung im Fernsehen und im Internet finanziert werden, sagte ein Berater von Bloomberg am Sonntag der Nachrichtenagentur AP. Der Bundesstaat, in dem bereits am 24. September die vorzeitige Stimmabgabe beginnt, könnte bei der US-Wahl im November das Zünglein an der Waage sein.

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Wenn Biden in Florida gewinnt, wäre es wesentlich schwieriger für Amtsinhaber Donald Trump, auf die 270 Wahlleute zu kommen, die er für eine Wiederwahl benötigt. Trump teilte denn auch am Sonntag gleich gegen Bloomberg aus, der sich zeitweise bemüht hatte, selbst von der Demokratischen Partei als Präsidentschaftskandidat aufgestellt zu werden und dabei ebenfalls große Summen seines Privatvermögens aufgewendet hatte.

“Ich dachte, Mini-Mike wäre durch mit Demokratischer Politik, nachdem er fast zwei Milliarden Dollar ausgegeben und dann die schlimmste und unfähigste Vorstellung in der Geschichte der Präsidentschaftspolitik abgeliefert hat. Pocahontas hat seine politische Karriere mit der ersten Frage beendet, vorbei”, schrieb Trump auf Twitter. “Pocahontas” ist eine abwertende Bezeichnung, die Trump für Bloombergs ehemalige Mitbewerberin Elizabeth Warren verwendet, die Bloomberg bei einer Debatte der demokratischen Präsidentschaftsanwärter im Februar scharf angegriffen hatte.

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Bloomberg, mit einem Vermögen von 60 Milliarden Dollar einer der reichsten Männer der Welt, hatte versprochen, alles zu tun, um eine zweite Amtszeit von Trump zu verhindern, unabhängig vom Erfolg seiner eigenen Ambitionen auf das höchste Staatsamt. 18 Millionen aus seiner eigenen Wahlkampfkasse hatte er bereits an die Demokratische Partei überwiesen sowie mit weiteren 4,5 Millionen verschiedene Wahlaktivisten unterstützt. Eine von hm gegründete Organisation für schärfere Waffenrechte, Everytown for Gun Safety, kündigte an, 60 Millionen für die Unterstützung von Kandidaten auszugeben. Bloomberg selbst wollte 60 weitere Millionen für Demokraten bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus lockermachen.

RND/AP/dpa

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