Nach Buhrufen vor Queen-Gottesdienst

„Politiker nicht immer beliebt“: Boris Johnson erhält Rückendeckung aus dem eigenen Kabinett

Der britische Premierminister Boris Johnson und dessen Frau Carrie am Samstag bei der Feierlichkeiten zum Platinjubiläum der Queen in London.

Der britische Premierminister Boris Johnson und dessen Frau Carrie am Samstag bei der Feierlichkeiten zum Platinjubiläum der Queen in London.

London. Der britische Verkehrsminister Grant Shapps hat Premierminister Boris Johnson gegen schlechte Umfragewerte und Buhrufe verteidigt. „Politiker erwarten nicht, dass sie die ganze Zeit beliebt sind“, sagte Shapps am Sonntag der BBC. „Wenn man ein Land regiert, ist das ein Job, in dem man oft schwierige Entscheidungen treffen muss.“

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Johnson war am Freitag lautstark ausgebuht worden, als er zur Dankes-Messe für die 70-jährige Regentschaft von Queen Elizabeth in London kam. Eine Umfrage im Auftrag der Zeitung „Sunday Times“ sagt Johnsons Konservativer Partei zudem eine heftige Niederlage bei einer bevorstehenden Nachwahl für ein Parlamentsmandat voraus.

Brisante Fotos lassen Zweifel an Johnsons Verteidigung wachsen

Bisher unbekannte Fotos lassen die Zweifel an Boris Johnsons Verteidigung in der sogenannten Partygate-Affäre wachsen.

Zweifel an Misstrauensvotum gegen Johnson

Der Premier steht seit der „Partygate“-Affäre um Lockdown-Feiern auch in den eigenen Reihen schwer unter Druck. Es gilt als möglich, dass bereits zu Wochenbeginn genügend Fraktionsmitglieder sich gegen Johnson aussprechen und es zu einem parteiinternen Misstrauensvotum kommt. Stimmen dann mindestens 180 der 359 Tory-Abgeordneten gegen den Premier, ist er seinen Job los.

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Shapps sagte, er glaube nicht an eine Abstimmung. Falls es eine gebe, werde Johnson aber sicher gewinnen. Das Kabinettsmitglied forderte, die Partei dürfe sich nicht ablenken lassen vom Eigentlichen, nämlich das Land voranzubringen.

Am 23. Juni sind in zwei Wahlkreisen, die bisher von den Konservativen gehalten werden, Nachwahlen angesetzt. In beiden Fällen musste der Amtsinhaber wegen Skandalen zurücktreten.

RND/dpa

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