Drohender Erdgas-Engpass

Bundesnetzagentur bereitet sich auf den Ernstfall vor

Vor dem Hintergrund des andauernden Ukraine-Kriegs bereitet sich die Bundesnetzagentur weiterhin auf einen Erdgas-Engpass vor. (Symbolfoto)

Vor dem Hintergrund des andauernden Ukraine-Kriegs bereitet sich die Bundesnetzagentur weiterhin auf einen Erdgas-Engpass vor. (Symbolfoto)

Bonn. Vor dem Hintergrund des andauernden Ukraine-Kriegs bereitet sich die Bundesnetzagentur weiterhin auf einen Erdgas-Engpass vor. Am Donnerstag startete die Behörde eine Datenerhebung bei deutschen Gasnetzbetreibern. „Wir bereiten uns intensiv auf eine Lage vor, in der die Bundesnetzagentur Lieferreduzierungen von großen Gasverbrauchern verfügen muss. Gleichzeitig tun wir alles, damit diese Situation nicht eintritt“, sagte Bundesnetzagentur-Präsident Klaus Müller.

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Die Datenabfrage bei den Netzbetreibern diene der Vorbereitung auf eine ab Mai geplante weitere Datenabfrage bei den deutschen Gas-Großverbrauchern ab einer Anschlusskapazität von zehn Megawattstunden pro Stunde. Zum Vergleich: Ein Musterhaushalt hat einen Verbrauch von rund 20 Megawattstunden, allerdings pro Jahr.

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Im Krisenfall wie etwa einem Lieferstopp für russisches Erdgas wäre es die Aufgabe der Behörde, die knappen Gasmengen zu verteilen. Mit den Daten will die Netzagentur im Ernstfall die Folgen von Maßnahmen für die betroffenen Letztverbraucher und für die Gesellschaft „bestmöglich“ einschätzen können. „Aus den Abfrageergebnissen wird keine feste Abschaltreihenfolge abgeleitet“, betonte die Behörde. Die Daten sollen in einer sogenannten Sicherheitsplattform Gas zusammengeführt werden.

DIW-Studie: Verzicht auf russisches Gas im Winter möglich

Der Anteil russischer Lieferungen beim Gas ist inzwischen auf gut 40 Prozent gesunken – nach zuvor etwa 55 Prozent.

Die Gasversorgung in Deutschland sei stabil, berichtete die Bundesnetzagentur am Donnerstag in ihrem täglichen Lagebericht. „Es sind keine Beeinträchtigungen der Gaslieferungen nach Deutschland zu verzeichnen.“ Die Füllstände der Gasspeicher seien mittlerweile deutlich höher als im Frühjahr 2018 und 2021.

RND/dpa

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