Covid-19 im Schloss Bellevue

Bundespräsident Steinmeier und seine Ehefrau haben sich mit dem Coronavirus infiziert

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender kommen zur Wahl des Bundespräsidenten in das Paul-Löbe-Haus in Berlin (Archivbild).

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender kommen zur Wahl des Bundespräsidenten in das Paul-Löbe-Haus in Berlin (Archivbild).

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Ein Schnelltest und ein PCR-Test seien am Dienstag positiv gewesen, teilte eine Sprecherin des Bundespräsidenten mit. Auch dessen Frau Elke Büdenbender habe sich infiziert. Beide haben bereits ihre dritte Impfung gegen das Virus erhalten.

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Die Symptome des Bundespräsident und seiner Frau seien lediglich mild, teilte das Bundespräsidialamt weiter mit. Sie hätten sich umgehend in häusliche Isolation begeben. Alle engen Kontakte seien informiert.

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Steinmeier hatte ursprünglich geplant, in der kommenden Woche auf die erste Auslandsreise seiner zweiten Amtszeit zu gehen. So wollte er am 29. März ein Ankunftszentrum für ukrainische Flüchtlinge im polnischen Krakau besuchen, wie das Bundespräsidialamt am Montag in Berlin mitteilte. Elke Büdenbender sollte an der Reise teilnehmen. Neben dem Besuch des Ankunftszentrums sollten beide einem Staatstrauerakt mit Staatspräsident Andrzej Duda und dessen Ehefrau Agata Kornhauser-Duda an zu Ehren des bereits im März 2020 verstorbenen Komponisten Krzysztof Penderecki beiwohnen.

Büdenbender ist Risikopatientin

In der Pandemie hatte das Ehepaar seine Termine in Deutschland und Reisen ins Ausland stark zurückgefahren. Stattdessen setzte Steinmeier verstärkt auf Online-Gesprächsrunden und -Veranstaltungen. Die große Vorsicht des Staatsoberhaupts und der First Lady in der Pandemie rührt auch daher, dass vor allem Elke Büdenbender Risikopatientin ist. Sie lebt mit nur einer Niere, die ihr Mann ihr 2010 gespendet hat.

Steinmeier und seine Ehefrau haben sich in einer Zeit infiziert, in der neue Höchstwerte der Corona-Fallzahlen registriert werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1733,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1714,2 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1585,4 (Vormonat: 1306,8). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 222.080 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 198.888 Ansteckungen.

Vermehrt Ansteckungen bei Politikerinnen und Politiker

In der Omikron-Welle infizieren sich immer mehr Politikerinnen und Politiker mit dem Coronavirus. So sind derzeit auch Bundestagspräsidentin Bärbel Bas (SPD) - protokollarisch die Nummer 2 in Deutschland - sowie ihre Stellvertreter Wolfgang Kubicki (FDP) und Aydan Özoguz (SPD) erkrankt. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) befindet sich nach einem positiven PCR-Test bei einer Israel-Reise noch immer in Isolation in einem Hotel in Jerusalem.

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Ausländischen Staatsoberhäuptern ergeht es nicht besser. Norwegens König Harald V. (85) wurde am Dienstag ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet, wie das Königshaus in einer knappen Erklärung mitteilte. In Großbritannien war Queen Elizabeth II. (95) im Februar daran erkrankt.

RND/sic/dpa

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