Wegen Nähe zu Putin

CDU Hannover will Gerhard Schröder Ehrenbürger­würde entziehen

Die CDU der Landesregierung Hannover will Ex-Kanzler Gerhard Schröder seinen Ehrenbürger­titel entziehen (Archivbild).

Die CDU der Landesregierung Hannover will Ex-Kanzler Gerhard Schröder seinen Ehrenbürger­titel entziehen (Archivbild).

Hannover. Immer wieder wird Altkanzler Gerhard Schröder sein enges Verhältnis zu Russlands Präsident Wladimir Putin vorgeworfen. Angesichts der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine fordert die CDU Hannover nun Konsequenzen für den ehemaligen SPD-Chef. Wie die „Rheinische Post“ berichtete, will die Partei Schröder den Ehrenbürgertitel der Stadt Hannover entziehen.

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„Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die die Stadt vergibt“, erklärt Felix Semper, CDU-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat Hannover, der Zeitung. „Jemand, der sich nicht deutlich von einem Kriegsverbrecher distanzieren kann, darf auch nicht Ehrenbürger der Stadt sein.“

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Schröder hatte sich auf der Plattform Linkedin zuletzt kritisch zu dem Angriff auf die Ukraine geäußert. „Der Krieg und das damit verbundene Leid für die Menschen in der Ukraine muss schnellstmöglich beendet werden. Das ist die Verantwortung der russischen Regierung“, schrieb er. Allerdings fügte er daraufhin hinzu, dass es in den vergangenen Jahren viele Fehler im Dialog zwischen dem Westen und Russland gegeben habe – „auf beiden Seiten“. Neben seiner Nähe zu Putin wird der Altkanzler auch für seine Tätigkeiten bei russischen Energiekonzernen kritisiert.

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Altkanzler Gerhard Schröder und Wladimir Putin im Jahr 2018.

Altkanzler Gerhard Schröder und Wladimir Putin im Jahr 2018.

Ein Eilantrag auf den Entzug der Ehrenbürgerwürde sei vor dem Stadtparlament in Hannover bereits gescheitert, so die „RP“. Semper werde das Thema deswegen aber nicht fallen lassen: „Wenn Gerhard Schröder nicht in den nächsten Tagen seine Ämter bei den russischen Staatskonzernen niederlegt, kommt das Thema wieder auf die Tagesordnung“, so der CDU-Politiker gegenüber dem Blatt. „Ich erwarte mir auch von der niedersächsischen SPD eine klare Distanzierung. „Ebenso von Ministerpräsident Stephan Weil.“

RND/al

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