China wirft USA „Einmischung“ in Olympische Spiele vor: Amerika soll Einflussnahme unterlassen

Wang Yi, Außenminister von China (Archivbild)

Wang Yi, Außenminister von China (Archivbild)

Peking. China hat den USA eine „Einmischung“ in die anstehenden Olympischen Winterspiele in Peking vorgeworfen. Außenminister Wang Yi habe seinen US-Kollegen Antony Blinken telefonisch aufgefordert, die Einflussnahme zu unterlassen, hieß es in einer Mitteilung, die das chinesische Außenministerium auf ihrer Webseite veröffentlichte.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Wang nahm damit offensichtlich Bezug auf den diplomatischen US-Boykott der Winterspiele.

So hat Washington angekündigt, keine Würdenträger zu der sportlichen Großveranstaltung zu entsenden, die am 4. Februar beginnt. Damit protestieren die USA gegen die Inhaftierung von schätzungsweise eine Million Uiguren und anderen Angehörigen muslimischer Minderheiten in der Region Xinjiang sowie gegen Menschenrechtsverstöße in anderen Teilen Chinas.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Amerikanische Athletinnen und Athleten können an den Winterspielen teilnehmen, die unter strikten Anti-Corona-Regeln stattfinden.

Wang fordert Ende der Unterstützung für Taiwan

In dem Telefonat vom Donnerstag forderte Außenminister Wang auch ein Ende der US-Unterstützung für Taiwan, das China als eine abtrünnige Provinz ansieht und für sich beansprucht. Er beklagte zudem, dass die USA ihren politischen und wirtschaftlichen Kurs gegenüber Peking unter Präsident Joe Biden nicht geändert hätten. Dabei habe die US-Regierung doch den Wunsch nach einer weniger konfrontativen Beziehung zu China geäußert.

In einer knappen Mitteilung des US-Außenministeriums hieß es, Blinken und Wang hätten sich über den Umgang mit strategischen Risiken, dem Gesundheitsschutz und dem Klimawandel ausgetauscht. Unterstrichen habe der US-Außenminister auch ökonomische und sicherheitspolitische Gefahren, die die russische Aggression gegenüber der Ukraine bürgen. Von Olympia oder Taiwan war keine Rede.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

RND/AP

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken