Besuch soll nur eine Woche dauern

Chinesisches Spionageschiff auf Stippvisite: Sri Lanka weist Bedenken aus Indien zurück

Auf diesem von der iranischen Armee zur Verfügung gestellten Foto nehmen Kriegsschiffe an einer gemeinsamen Marineübung des Iran, Russlands und Chinas im Indischen Ozean teil. (Symbolbild)

Auf diesem von der iranischen Armee zur Verfügung gestellten Foto nehmen Kriegsschiffe an einer gemeinsamen Marineübung des Iran, Russlands und Chinas im Indischen Ozean teil. (Symbolbild)

Colombo. Sri Lanka hat Bedenken Indiens angesichts einer zeitweisen Präsenz eines Überwachungsschiffs des chinesischen Militärs in einem Hafen des Inselstaats zurückgewiesen.

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Die „Yuan Wang 5“ solle nur zum Tanken und für andere Dienstleistungen in den Hafen von Hambantota kommen, sagte Regierungssprecher Bandula Gunawardena in der Hauptstadt Colombo. Das Schiff soll am 11. August einlaufen und eine Woche lang vor Ort bleiben, wie das Außenministerium erklärte.

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Das Land überholt damit Großbritannien, wo zwei dieser Schiffe einsetzbar sind. Nur die Vereinigten Staaten sind mit elf Flugzeugträgern besser ausgerüstet.

Das kommunistische China ist ein wichtiger Kreditgeber Sri Lankas. Das zur Volksbefreiungsarmee gehörende Schiff soll Berichten zufolge der Verfolgung von Satelliten- und Interkontinentalraketen dienen.

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Beziehungen zwischen Indien und China sind angespannt

Indien fürchtet, dass der im benachbarten Sri Lanka von China finanzierte und gepachtete Hafen in Hambantota Peking künftig als Militärbasis dienen könnte. Die Beziehungen der beiden benachbarten Atommächte Indien und China gelten als sehr angespannt. 2020 etwa kam es an ihrer Grenze im Himalaya zu tödlichen Zwischenfällen.

Indien ist für Sri Lanka ebenfalls ein wichtiger Geld - und Kreditgeber. Der Inselstaat südlich von Indien mit 22 Millionen Einwohnern erlebt derzeit seine schlimmste Wirtschafts- und Finanzkrise seit Jahrzehnten. Es fehlt an Treibstoff, Gas zum Kochen, Lebensmitteln und Medikamenten. Die Führung unter dem neuen Präsidenten Ranil Wickremesinghe hofft derzeit auf weitere Finanzhilfen - unter anderem vom Internationalen Währungsfonds (IWF).

RND/dpa

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