Coronavirus: Wir müssen die Hinweise der Experten ernst nehmen

China, Qingdao: Freiwillige Helfer helfen sich gegenseitig, ihre Schutzanzüge anzuziehen.

China, Qingdao: Freiwillige Helfer helfen sich gegenseitig, ihre Schutzanzüge anzuziehen.

Berlin. Je unbekannter, je schwerer ausrechenbar der Gegner ist, umso größer muss die Vorsicht sein – und die Bereitschaft, sich auf alles Mögliche vorzubereiten.

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Das Robert-Koch-Institut hat gerade erst dargelegt, dass es noch zahlreiche ungeklärte Punkte zum Coronavirus gibt. Wie lange dauert es genau, bis Infizierte nach der Ansteckung erste Beschwerden entwickeln? Wie lange scheiden Erkrankte Viren aus und sind infektiös? Wie gefährlich ist das Ganze am Ende für uns alle?

Anlass zur Panik besteht angesichts weniger und bislang milder Krankheitsverläufe in Deutschland nicht. Das gilt, obwohl die Experten unmissverständlich warnen, die globale Entwicklung lege nahe, “dass es zu einer weltweiten Ausbreitung des Virus im Sinne einer Pandemie kommen kann”. Eines muss aber klar sein: Die Situation ist zumindest so ernst, dass alle Vorsichtsmaßnahmen dahingehend geprüft werden müssen, ob sie wirklich ausreichen. Und: Es darf keine Denkverbote geben, wenn es um mögliche Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung geht.

Wie ist mit großen Messeveranstaltungen umzugehen?

Die Mobilfunkmesse in Barcelona fällt wegen der Angst vor dem Coronavirus aus. Die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin soll – auch nachdem man sich von Expertenseite hat beraten lassen – stattfinden. Das geht, Stand jetzt, in Ordnung. Aber es darf auch bei zukünftigen Entwicklungen keine Zweifel geben: Zu keiner Zeit dürfen wirtschaftliche Interessen wichtiger sein als die Gesundheit.

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Wir müssen es ernst nehmen, wenn Experten darauf verweisen, dass unser gutes – aber auch kostenoptimiertes – Gesundheitssystem auf die Herausforderungen einer Pandemie nur mäßig vorbereitet ist. Die Politik ist gefordert, die Experten zusammenzubringen und zu entscheiden, wo auf die Schnelle nachgerüstet werden kann. Darüber hinaus müssen wir jetzt schon überlegen, welche Lehren, etwa für eine bessere Ausstattung der Gesundheitsämter, für die Zukunft gezogen werden können.

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