Lockdown in China

Deutsche in China: Diplomatenhilfe aus dem Homeoffice

China, Shanghai: Medizinisches Personal im Huangpu-Distrikt.

China, Shanghai: Medizinisches Personal im Huangpu-Distrikt.

Berlin. Viele Deutsche haben China schon lange verlassen. Die Zahl der Bundesbürgerinnen und Bundesbürger mit ständigem Aufenthalt in dem Land habe sich während der zwei Jahre der Pandemie deutlich reduziert, mehrere 1000 sind ausgereist.

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Auf der Krisenvorsorgeliste für China sei „eine mittlere vierstellige Zahl“ von Deutschen registriert, heißt es im Auswärtigen Amt. Vor der Pandemie hätten in China eine mittlere fünfstellige Zahl von Bundesbürgerinnen und -bürgern gewohnt. Ein paar 1000 Deutsche sind also weiterhin vor Ort und viele von ihnen dürften die scharfen Quarantänemaßnahmen zu spüren bekommen: Vor Corona lebten die meisten Deutschen in Peking und im besonders vom Lockdown betroffenen Shanghai.

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Immer wieder hat das Auswärtige Amt nach eigenen Angaben Bundesbürgerinnen und Bundesbürgern während der Pandemie bei der Ausreise geholfen. Das bedeutet vor allem: Kontaktaufnahme mit den sogenannten Nachbarschaftskomitees, die zustimmen müssen, wenn jemand ein Lockdowngebiet verlassen will. Die Bitten um Unterstützung hätten aber in den vergangenen Wochen, in denen die Bewegungsmöglichkeiten teilweise drastisch eingeschränkt wurden, nicht massiv zugenommen, heißt es im Ministerium auf RND-Anfrage.

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Warteliste für Passanträge

Und selbst für die diplomatische Begleitung gibt es höhere Hürden als sonst: „Teilweise sind auch unsere Auslandsvertretungen selbst von den Lockdowns betroffen und können dementsprechend nur in dem von den chinesischen Behörden begrenzten Rahmen Unterstützung leisten – dies betrifft derzeit zum Beispiel das Generalkonsulat in Shanghai“, lässt das Ministerium wissen. Die Mitarbeiter des Konsulats arbeiten aus dem Homeoffice, Termine mit den Nachbarschaftskomitees gibt es dann auch nur per Telefon oder Videokonferenz und nicht mehr persönlich.

Die Kontaktsperren haben auch Auswirkungen auf eine andere Dienstleistung der Botschaft: Das Konsulat in Shanghai kann derzeit keine Pässe oder Visa ausstellen, weil der Antragsteller oder die Antragstellerin dafür persönlich erscheinen müsste. „Wir führen aber schon eine Terminliste, die wir dann nach dem Lockdown nach Dringlichkeit abarbeiten“, wird versichert.

In seinen Reisehinweisen (www.diplo.de/chinasicher) rät das Ministerium zur Zurückhaltung bei der Reiseplanung: „Prüfen Sie geplante Reisen nach China unter Berücksichtigung der nicht vorhersehbaren Pandemieentwicklung auf ihre Notwendigkeit und verschieben Sie diese, falls möglich.“ Wer auf regelmäßige ärztliche Behandlung wie Dialysen angewiesen sei, sollte derzeit zumindest nicht nach Shanghai reisen oder aber „eine vorübergehende Ausreise in Erwägung ziehen“.

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