Divi-Chef Marx: Omikron schlägt sich noch nicht auf Intensivstationen nieder

Ärzte und Pfleger untersuchen einen Patienten auf einer Covid-19 Intensivstation in Gera, Thüringen.

Ärzte und Pfleger untersuchen einen Patienten auf einer Covid-19 Intensivstation in Gera, Thüringen.

Berlin. Die Intensivmediziner sehen noch keinen Effekt der sich aufbauenden Omikron-Welle auf die Intensivstationen, haben aber gewarnt, dass hohe Infektionszahlen trotz milderer Verläufe ein Problem sind.

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„Derzeit können wir auf den Intensivstationen die Omikron-Welle noch nicht ausmachen“, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „In puncto Covid-19-Patienten können wir zum Glück weiterhin rückläufige Zahlen vermelden.“ Am Donnerstag sei man wieder unter die Marke von 3000 Covid-Patienten gefallen.

Marx: Vor allem jüngere Menschen sind infiziert

Die Situation sei mit der fallenden zweiten Welle Ende Februar 2021 gut vergleichbar, „in Erwartung der kommenden, direkt anschließenden Omikron-Welle“. Marx ergänzte: „Derzeit sind aber vor allem jüngere Menschen unter 35 Jahren mit Omikron infiziert. Diese bilden deutlich seltener einen schweren Verlauf aus als ältere Menschen, sind also noch nicht oder nur vereinzelt Patienten auf unseren Intensivstationen.“

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Erwartet wird laut Marx zudem, dass gegenüber der Delta-Variante, bei der etwa 0,8 Prozent aller Infizierten intensivmedizinisch versorgt werden mussten, deutlich weniger positiv Getestete einen so schweren Verlauf nehmen. „Sollten die Inzidenzen durch die sehr schnelle Verbreitung stark ansteigen, ist das dann natürlich trotzdem ein Problem“, warnte Marx. „Wir hoffen also, dass die Zahl der Covid-19-Patienten noch deutlich sinken kann, bevor die nächste Welle kommt.“

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