Donald Trump – der Elefant im Protzellanladen

Bei Großwildjägern begehrt: Elefanten. Donald Trump Jr. posierte gar mit dem abgeschnittenen Schwanz eines afrikanischen Elefanten.

Bei Großwildjägern begehrt: Elefanten. Donald Trump Jr. posierte gar mit dem abgeschnittenen Schwanz eines afrikanischen Elefanten.

Washington. Wer gegen Tiere grausam ist, kann kein guter Mensch sein. Das schrieb einst Arthur Schopenhauer. Es gibt keinen Anlass, ihm zu widersprechen. Dass das edle Handwerk der Jagd nicht zwingend im Interesse von Flora und Fauna vonstattengeht, zeigt ein Foto, auf dem Donald Trump Jr. – die Hose noch blutig – den abgetrennten Schwanz eines frisch erlegten Elefanten in den Händen trägt.

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Es passt ins Bild, dass die Alpha-Rüden der Trump-Herde dem hemingwayschen ­Machoritual der Großwildjagd anhängen. Man möchte sich nicht vorstellen, welcher Art die Trophäen sind, die von den güldenen Brokatwänden ihrer Neureichentempel herunterblicken. Donald Trump wäre imstande, einen halben Elefanten im Edelholzrahmen aufzuhängen. Bei den Trumps geht es überhaupt viel um Körperteile. Hände. Schwänze. Große. Kleine. Elefanten im Protzellanladen. Aber wer sein Ego aufbessern muss, indem er einem Tier den Schwanz abschneidet, sollte keinerlei Macht in den Händen halten.

Möglich, dass die Trump-Präsidentschaft ein letztes Echo jener Cognacschwenker-Idylle ist, in der Gentlemen mit polierten Flinten sinnlos Tiere abknallen. Gerade hat Trump den von Barack Obama verhängten Einfuhrstopp für Jagdtrophäen aus Simbabwe und Sambia aufgehoben. Argument der Regierung: Mit dem Geld, dass durch Jagdlizenzen hereinkäme, könne man mehr Umweltschutz finanzieren.

Das ist, als verkaufe man das Holz des Waldes, den man retten will. 144 000 Elefanten starben zwischen 2007 und 2014 in Afrika. 30 Prozent des gesamten Bestandes. In Simbabwe allein kamen 82 304 Elefanten ums Leben. Wie war das, Alexander Humboldt? „Wo ein Jäger lebt, können zehn Hirten leben, hundert Ackerbauern und tausend Gärtner.“

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Von Imre Grimm / RND

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