Eine Woche nach Amoklauf

US-Kongressabgeordnete irritiert mit Forderung nach christlich-nationalistischer Bewegung

Marjorie Taylor Green irritiert mir Aussagen über christlichen Nationalismus.

Marjorie Taylor Green irritiert mir Aussagen über christlichen Nationalismus.

Die rechtspopulistische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene hat sich in einem Video für eine christlich-nationalistische Bewegung ausgesprochen. Diese allein wäre in der Lage, Gewalttaten wie Amokläufe an Schulen zu verhindern. Mit einem christlichen Nationalismus würden Kinder in liebevollen Familien aufwachsen, die die Kinder zu „verantwortungsvollen Vätern und Müttern“ erziehen. Auch die von Taylor Greene beklagte „sexuelle Sittenlosigkeit“ würde bekämpft. Die Medienplattform „Right Wing Watch“ hatte den Clip von Taylor Greene auf ihrem Twitter-Kanal gepostet.

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Taylor Greene kritisierte außerdem die amerikanischen Medien, die christliche Nationalisten als inländische Terroristen labeln würden. Die wahren Terroristen seien tatsächlich radikal-linke Demonstranten und die demokratische Partei, die diese gefördert haben sollen. Beweise für ihre Behauptungen konnte sie nicht liefern.

Die Republikanerin ist für ihre Kontroversen bekannt. 2017 erklärte Taylor Greene in einem Youtube-Video Sympathien für die Gruppe Qanon, die Verschwörungstheorien über einen angeblichen „Deep State“ verbreitet. Im Januar dieses Jahres wurde der Twitter-Kanal der 48-Jährigen vorübergehend gesperrt, da sie wiederholt Falschinformationen über das Coronavirus verbreitet hatte.

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Umstritten in beiden Parteien

Taylor Greene ist außerdem Verfechterin liberaler Waffengesetze. Sie erklärte öffentlich, alle Bemühungen zu behindern, strengere Waffengesetze durchzusetzen. Präsident Biden hatte nach dem Amoklauf an einer Grundschule in Texas mit 21 Toten erneut eine Verschärfung des Waffengesetzes gefordert. Besonders schwarze Politiker der Demokraten hatten ihre neuerlichen Aussagen auf Twitter scharf kritisiert und auf die engen Verbindungen zwischen christlichen Nationalisten und „White Supremacy“-Anhängern hingewiesen.

Taylor Greene ist jedoch auch in ihrer eigenen Partei nicht unumstritten. Im Mai hat die Republikanerin dennoch die Vorwahlen in ihrem Kongressbezirk in Georgia gewonnen. Ex-US-Präsident Donald Trump hat sie zudem öffentlich immer wieder unterstützt. Im Herbst verteidigt sie ihren Sitz gegen den demokratischen Herausforderer Marcus Flowers.

RND/dre

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