Ethikrats-Vorsitzende Buyx: „Zeit für besonnene Lockerungen“

Medizinethikerin und Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx.

Medizinethikerin und Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Alena Buyx.

Mannheim. Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx, hat sich in der Corona-Pandemie für ein Festhalten an der Maskenpflicht ausgesprochen. „Der Mund-Nasen-Schutz ist eine der wirksamsten Maßnahmen, die wir haben“, sagte sie dem „Mannheimer Morgen“ (Dienstag).

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Zugleich sei die Maskenpflicht eine vergleichsweise weniger tief eingreifende Maßnahme, insbesondere, wenn sie sich auf bestimmte Kontexte beziehe. „Wenn man also eine halbe Stunde einkaufen geht, ein Restaurant betritt, im öffentlichen Nahverkehr fährt oder jemandem im Krankenhaus oder Altenpflegeheim besucht“, sagte Buyx.

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Die für die kommenden Wochen angestrebten Lockerungen bezeichnete die Medizinerin als vertretbar. „Der Expertenrat, in dem ich auch Mitglied bin, hat darauf hingewiesen, dass bei einem stabilen Abfall der Zahlen die Zeit für besonnene Lockerungen gekommen ist“, sagte sie.

„Man muss sich klarmachen, dass alle Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit dienen, gleichzeitig Eingriffe in die persönliche Lebensführung von vielen Menschen sind.“ Daher erfordere es immer eine sehr gute Rechtfertigung, „und sobald sich eine Verbesserung der Situation abzeichnet, die belastbar ist, muss überprüft werden, ob eine Aufrechterhaltung der Maßnahmen noch gerechtfertigt ist“, erklärte Buyx.

Bund und Länder hatten in der vergangenen Woche eine schrittweise Aufhebung der Pandemie-Maßnahmen bis zum 20. März vereinbart. Als Erstes sollen die Einschränkungen für private Treffen für Geimpfte und Genesene sowie die 2G-Regelung im Einzelhandel entfallen.

Im zweiten Schritt ist eine Lockerung der Zugangsbeschränkungen in Gastwirtschaft und Freizeit geplant. Mit dem Auslaufen der Gesetzesgrundlage für die derzeitigen Einschränkungen am 19. März sollen auch alle anderen Schutzmaßnahmen enden.

RND/epd

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