EU-Spitzen betonen vor Brexit die Stärke der Europäischen Union

Ratspräsident Charles Michel und EU-Komissionschefin Ursula von der Leyen nach der Unterzeichnung des Brexit-Vertrags (Archivfoto).

Ratspräsident Charles Michel und EU-Komissionschefin Ursula von der Leyen nach der Unterzeichnung des Brexit-Vertrags (Archivfoto).

London. Die EU-Spitzen haben Großbritannien zum Abschied am Freitag eine enge Partnerschaft angeboten. Klar sei aber, dass Großbritannien Vorteile der Mitgliedschaft in der Europäischen Union verlieren werde, schrieben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratspräsident Charles Michel und Parlamentspräsident David Sassoli in einer am Freitag veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. Gleichzeitig sprachen sie von neuer Stärke und Einigkeit der EU.

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Auch für Europa werde mit dem Brexit in der Nacht zum Samstag eine neue Zeit anbrechen, schrieben die drei Präsidenten. "In den letzten Jahren sind wir enger zusammengewachsen - als Nationen, als Institutionen und als Menschen." Allen sei wieder bewusst geworden, dass die EU mehr sei als ein Markt oder eine Wirtschaftsmacht. Man vertrete gemeinsame Werte und sei zusammen einfach stärker. Die Botschaft setzte die EU am Freitag auch in einem auf Twitter veröffentlichten Werbefilm zum Brexit.

Die drei Präsidenten bekräftigten die EU-Position vor den anstehenden Verhandlungen mit London. Mit gutem Willen werde man eine "dauerhafte, positive und sinnvolle Partnerschaft" aufbauen können. Aber: "Ohne gleiche Wettbewerbsbedingungen bei Umwelt, Arbeit, Steuern und staatlichen Beihilfen kann es keinen qualitativ uneingeschränkten Zugang zum Binnenmarkt geben. Die Vorteile der Mitgliedschaft sind nur als Mitglied zu haben."

Nach dem EU-Austritt Großbritanniens sollen in etwa vier Wochen Verhandlungen über die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen beginnen. Zur Klärung hat man nach jetzigem Stand bis zum Jahresende Zeit. So lange gilt laut Brexit-Vertrag eine Übergangsfrist, in der sich im Alltag, beim Handel und beim Reisen nichts ändert. Denn vorerst bleibt Großbritannien im Binnenmarkt und in der Zollunion.

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RND/dpa

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