Familienministerin Spiegel will härter gegen Missbrauch in der Familie vorgehen

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen)

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Anne Spiegel (Bündnis 90/Die Grünen)

Berlin. Nach der Empörung über den Umgang mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder in der katholischen Kirche hat Bundesfamilienministerin Anne Spiegel (Grüne) gefordert, auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen gegen Missbrauch vorzugehen. Das kürzlich vorgestellte Gutachten im Erzbistum München-Freising habe den „menschenverachtenden Umgang“ der katholischen Kirche mit Betroffenen sexualisierter Gewalt zumindest zeitweise ins Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt, sagte Spiegel am Dienstag in Berlin. Dies sei richtig so. Wenn es aber darum gehe, dass die Familie der Tatort ist, „stehen wir noch am Anfang“. Hier müsse der gesellschaftliche und öffentliche Druck erhöht werden, sagte die Ministerin.

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Spiegel sagte, sexualisierte Gewalt komme am häufigsten in der Familie vor. Sie dankte den Betroffenen, die ihr Leid anderen anvertrauen und damit zur Aufarbeitung beitragen. Dies erfordere Mut. Die Gesellschaft müsse nun auch den Mut aufbringen, Strukturen und Bedingungen, die Missbrauch begünstigen, aufzuarbeiten und zu ändern.

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Spiegel kündigte für dieses Jahr eine breite Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagne an, die eine „Kultur des Hinschauens und Handelns“ befördern soll. Die Ministerin äußerte sich bei einem Fachtag der beim Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung angesiedelten Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs. Sexualisierte Gewalt in der Familie ist ein Arbeitsschwerpunkt der Kommission.

RND/epd

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