Festnahmen bei Anti-Terror-Einsätzen in Österreich

Polizisten im Wien im Einsatz

Polizisten im Wien im Einsatz

Wien. Bei einem großen Anti-Terror-Einsatz in Österreich sind nach Informationen der Zeitung „Kurier“ am Donnerstag elf Menschen festgenommen worden. Die Polizei sei seit Wochen einem Islamisten-Netzwerk auf der Spur gewesen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Informationen aus Polizeikreisen. In Wien und Graz seien Dutzende Wohnungen durchsucht worden.

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Die Polizei äußerte sich zunächst nicht. „Ich bitte um Verständnis, dass wir bei laufenden Einsätzen keine weiteren Informationen geben können“, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck.

Einsatz gegen radikalislamische Organisation

Der Einsatz war nach Informationen des „Kurier“ seit Wochen geplant gewesen. Er habe sich gegen Menschen aus dem früheren Jugoslawien gerichtet, die eine radikalislamische Organisation aufbauen wollten. Sie gehörten nach Angaben der „Kronen Zeitung“ zum Umfeld eines 2016 wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, Anstiftung zum Mord und schwerer Nötigung zu 20 Jahren Haft verurteilten Hasspredigers.

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Erst vergangene Woche hatten die Behörden nach eigenen Angaben einen geplanten Anschlag auf die Wiener U-Bahn vereitelt. Ein Teenager mit Migrationshintergrund war am Freitag festgenommen worden.

Der 18-Jährige stammt laut Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) aus dem „albanischen Milieu“. Ein radikal-religiöser, salafistischer Hintergrund scheint möglich. Der junge Mann soll sich zuvor zeitweise in Deutschland aufgehalten haben.

Von dpa/RND/zys

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