Finnische Diplomaten mit Pegasus ausspioniert: Regierung hat „natürlich“ einen Verdacht

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Die Handys finnischer Diplomaten wurden mit der Spähsoftware Pegasus ausspioniert.

Die finnische Regierung hat Spionageangriffe gegen finnische Diplomaten im Ausland bekanntgegeben. Die Betroffenen seien über ihre Mobiltelefone mit der Software Pegasus des israelischen Unternehmens NSO Group ausspioniert worden, teilte das Außenministerium am Freitag mit.

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Der Cybersicherheits-Beauftragte Jarmo Sareva sagte nicht, wie viele Diplomaten betroffen seien und in welchen Ländern sie sich aufgehalten hätten.

Finnlands Regierung hat einen Verdacht

Mit der Software können Inhalte und Aufenthaltsorte des Handynutzers abgerufen werden. „Die hoch entwickelte Malware hat die Apple- oder Android-Telefone von Usern infiziert, ohne dass diese es mitbekommen haben und ohne irgend ein Zutun aufseiten des Users“, erklärte das finnische Außenministerium. Die Angreifer hätten sich womöglich Datenmaterial von den Telefonen genommen. Das Ministerium hat eigenen Angaben zufolge seit dem Herbst wegen der Spionage ermittelt. Diese sei eingestellt worden.

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Sareva sagte auf die Frage, wer vermutlich hinter der Spionage stecke, dass die Regierung „natürlich“ einen Verdacht habe. Er ging aber nicht ins Detail.

Journalisten, Aktivisten und Diplomaten betroffen

Die NSO Group gibt an, sie verkaufe die Software nur für die Bekämpfung von Verbrechen und Terrorismus an Regierungen. Das Unternehmen habe mehrere Verträge aufgelöst, weil Pegasus auf unangemessene Weise eingesetzt worden sei.

Zu Betroffenen von Spionage mit Pegasus gehörten mexikanische und saudische Journalisten, britische Anwälte und palästinensische Menschenrechtsaktivisten. Auch die Telefone von elf Mitarbeitern des US-Außenministeriums wurden mit NSO-Spyware angegriffen, wie die Nachrichtenagentur AP und andere Medien im vergangenen Jahr berichteten.

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RND/AP

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