Friedensaktivisten in Gaza von Hamas verhaftet - weil sie mit Israelis sprachen

Die islamistische Terrororganisation Hamas, die den Gazastreifen regiert, betrachtet jeden Kontakt zu Israelis als Straftat.

Die islamistische Terrororganisation Hamas, die den Gazastreifen regiert, betrachtet jeden Kontakt zu Israelis als Straftat.

Gaza. Im Gazastreifen sind palästinensische Friedensaktivisten verhaftet worden, nachdem sie in einer Videokonferenz mit Israelis über Themen wie die Corona-Pandemie diskutiert hatten. Das Innenministerium der in dem palästinensischen Autonomiegebiet herrschenden islamistischen Terrororganisation Hamas teilte am Donnerstag mit, ihnen werde vorgeworfen, “eine Normalisierungsaktivität mit der israelischen Besatzung” abgehalten zu haben. Das sei ein strafbares Vergehen. Die Zahl der festgenommenen Personen wurde nicht bekannt.

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Die palästinensischen und israelischen Friedensaktivisten hatten sich am Montag zwei Stunden über Zoom, einem Dienstleister für Online-Konferenzen, ausgetauscht. Das Treffen war über eine Facebook-Terminseite angekündigt worden. Israelische Teilnehmer veröffentlichten eine Aufzeichnung im Internet. Das führte zu wütenden Kommentaren von Palästinensern in den sozialen Medien.

Videokonferenz als “Kollaboration mit den besatzern”

Der Hauptorganisator Rami Aman erhielt nach Angaben seiner Familie am Donnerstagvormittag eine Vorladung des Hamas-Sicherheitsdienstes. Seitdem habe sie nichts mehr von ihm gehört.

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Die Hamas erkennt Israel nicht an und betrachtet Kontakte zu Israelis als Kollaboration mit Besatzern. Ihr Sprecher Hasem Kassem bekräftigte anlässlich der Festnahmen: "Die Beziehung mit der zionistischen Besatzung ist ausschließlich ein andauernder Kampf, bis sie von palästinensischem Land vertrieben ist."

RND/AP

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