Bonus, Bahntower, Beleuchtung

Gaskrise: Wie die Deutsche Bahn Ener­gie sparen will

Der Berliner Bahntower am Potsdamer Platz in der Hauptstadt.

Der Berliner Bahntower am Potsdamer Platz in der Hauptstadt.

Berlin. Die Energiekrise infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine bringt auch die Deutsche Bahn in die Bredouille. Zwar ist der Konzern der größte Ökostromnutzer in Deutschland, doch gleichwohl ist er abhängig von Kernkraft und Gas. Im Jahr 2021 kamen 10,7 Prozent des Strommixes aus der Atomkraft und 6,3 Prozent aus Erdgas, wie aus dem Geschäftsbericht der Bahn hervorgeht. Mehr als 20 Prozent wurden demnach aus Braun- und Steinkohle gewonnen. Der Anteil erneuerbarer Energien betrug rund 62 Prozent.

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Sollte es im Herbst und Winter also zu einer Energiemangellage kommen, könnte diese auch den Konzern treffen. Deswegen soll nun gespart werden: So will die Bahn ihren Beschäftigten einen Energiesparbonus auszahlen. Mit der Dezemberlohnzahlung erhalten die Mitarbeitenden 100 Euro. Der Konzern wolle am Arbeitsplatz verstärkt Energie sparen, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler am Dienstag in Berlin. „Deshalb führen wir hierzu ein besonderes Anreizsystem ein.“

100 Euro Bonus: Bahn ruft Personal zum Energiesparen auf

Mit einem Einmalbonus von mindestens 100 Euro will die Deutsche Bahn ihre Angestellten zum Energiesparen am Arbeitsplatz motivieren.

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Bonus kann erhöht werden

Die Einsparmaßnahmen sollen im Dezember bewertet werden und eventuell auf 150 Euro angehoben werden. Es gehe um Themen wie die Beleuchtung, das Heizen, das Nutzen von Klimaanlagen, die Betankung, „oder vielleicht auch mal die Treppe, statt dem Aufzug zu benutzen“, sagte Seiler weiter. Unklar blieb jedoch, wie die Erfolge gemessen und auf welcher Grundlage die Energiesparbemühungen der Beschäftigten bewertet werden sollen.

Die Bahn erhofft sich, die Finanzmittel für den Bonus am Ende durch die Einsparmaßnahmen wieder hereinzuholen. Eine Mehrbelastung für den Konzern sei nicht geplant.

Zudem soll der Berliner Bahntower ab sofort nicht mehr angestrahlt werden, nur das Logo und Sicherheitslampen sollen beleuchtet werden. Zuvor hatte es Kritik an der hellen Außenbeleuchtung des Hauptsitzes gegeben. Auch für andere Gebäude und Bahnhöfe prüfe das Unternehmen derzeit, inwieweit auf nicht sicherheitsrelevante Beleuchtungen verzichtet werden könne. Die Energiesparmaßnahmen sollen vor allem die Gebäudetechnik betreffen. Wie groß das Einsparpotenzial dort ist, blieb allerdings ebenfalls unklar.

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Fahrgäste sollen von den Einsparungen so wenig wie möglich mitbekommen. Kunden und Kundinnen würden künftig nicht in schummrigen Bahnhöfen unterwegs sein, versicherte Seiler. Auch an Arbeits- und Sicherheitsschutzmaßnahmen würde nicht gerüttelt. Der Konzern brachte jedoch auch energiesparendes, verbraucherschonendes Fahren ins Spiel. Dazu würden auch die Fahrzeugführenden, Busfahrerinnen und Busfahrer trainiert.

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