Andere Länder lehnten Lieferung ab

Russland liefert offenbar gestohlenes Getreide aus der Ukraine an Syrien

Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt den Hafen von Latakia am 10.05.2022. Die von The Associated Press am 11.05.2022 analysierten Satellitenfotos zeigen die unter russischer Flagge fahrende Matros Pozynich, die vermutlich gestohlenes ukrainisches Getreide im Hafen von Latakia transportiert.

Dieses Satellitenbild von Planet Labs PBC zeigt den Hafen von Latakia am 10.05.2022. Die von The Associated Press am 11.05.2022 analysierten Satellitenfotos zeigen die unter russischer Flagge fahrende Matros Pozynich, die vermutlich gestohlenes ukrainisches Getreide im Hafen von Latakia transportiert.

Lwiw. Ein russisches Schiff mit mutmaßlich in der Ukraine gestohlenem Getreide ist nach Recherchen der Nachrichtenagentur AP vom Mittwoch in Syrien eingetroffen. Von der AP analysierte Satellitenbilder des Unternehmens Planet Labs PBC vom Dienstag zeigten demnach die unter russischer Flagge fahrende „Matros Pozynich“ im Hafen der Stadt Latakia an der Mittelmeerküste.

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Der Mitgründer des Online-Unternehmens TankerTrackers.com, Samir Madani, sagte der AP, auch er glaube, dass es sich bei dem in Latakia angedockten Schiff um die „Matros Pozynich“ handele, und zwar aufgrund ihrer Abmessungen und der letzten bekannten Position. Das Schiff schaltete seine Transponder vor fast einer Woche vor der Mittelmeerinsel Zypern aus. Der eingetragene Eigentümer des Schiffes, Crane Marine Contractor LLC aus Russland, reagierte nicht umgehend auf eine Bitte um Stellungnahme.

Von ukrainischer Seite hieß es, das Schiff habe 27.000 Tonnen Getreide geladen, die Russland dem Land gestohlen habe. Russland habe zunächst versucht, das Getreide nach Ägypten zu verschiffen, das sich allerdings geweigert habe, die Ladung anzunehmen. Ukrainische Diplomaten hatten Länder weltweit aufgefordert, das Getreide nicht anzunehmen.

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Russland stellte sich im syrischen Bürgerkrieg auf die Seite von Präsident Baschar al-Assad, der daraufhin die Oberhand gewann. Russland unterhält immer noch einen Marine- und Luftwaffenstützpunkt in Syrien, obwohl es Berichten zufolge Truppen aus dem Land abgezogen hat, um sie im Krieg gegen die Ukraine einzusetzen.

Die Ukraine gilt als einer der wichtigsten Weizenproduzenten der Welt. Ihre Lieferungen werden im Krieg aber von Russland behindert. Der frühere schwedische Ministerpräsident Carl Bildt forderte eine UN-Sicherheitsratsresolution zum Schutz ukrainischer Weizenlieferungen.

RND/AP

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