Grünen-Chefin gibt Bauern Mitschuld an Dürre-Krise

„Das Prinzip, Lebensmittel zu Dumpingpreisen in Massen zu produzieren, hat ausgedient“: Grünen-Chefin Annalena Baerbock.

„Das Prinzip, Lebensmittel zu Dumpingpreisen in Massen zu produzieren, hat ausgedient“: Grünen-Chefin Annalena Baerbock.

Berlin. Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock wirft den Landwirten in Deutschland eine Mitverantwortung an der Dürre-Krise vor. „Die Landwirte sind in weiten Teilen des Landes hart davon betroffen, gleichzeitig aber auch Teil des Problems“, sagte Baerbock dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Das Prinzip, Lebensmittel zu Dumpingpreisen in Massen zu produzieren, hat ausgedient“, betonte die Brandenburger Bundestagsabgeordnete.

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Sie forderte einen grundlegenden Wandel. „Wir brauchen einen Systemwechsel in der Landwirtschaft, damit wir der Natur wieder mehr Raum geben.“ Baerbock zufolge sollten Subventionen an Maßnahmen zum Umweltschutz geknüpft werden. „Bauern, die etwas für das Gemeinwohl leisten - also für sauberes Wasser und saubere Böden, Artenvielfalt und weniger Emissionen sorgen -, müssten stärker belohnt werden“, forderte die Grünen-Chefin.

Sie rief Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dazu auf, sich auf europäischer Ebene für mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft einzusetzen. „Frau Schulze sollte bei den anstehenden Verhandlungen über die EU-Agrarreform dafür kämpfen. Schöne Worte bringen uns hier nicht weiter“, so Baerbock.

Schulze hatte gegenüber dem RND eine bessere Anpassung der Landwirtschaft an die Folgen des Klimawandels gefordert. "Wir müssen damit rechnen, dass solche Extremwetterereignisse in Zukunft deutlich zunehmen", sagte die Sozialdemokratin. Dagegen helfe nur konsequenter Klimaschutz.

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Von Marina Kormbaki / RND

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