Gruppe zieht sich in Auschwitz aus und tötet Schaf

Die Männer und Frauen wurden zur Befragung in die örtliche Polizeidienststelle gebracht.

Die Männer und Frauen wurden zur Befragung in die örtliche Polizeidienststelle gebracht.

Auschwitz. „Auschwitz für Kundgebungen oder Happenings zu missbrauchen, ist empörend und inakzeptabel“, schrieb Bartosz Bartyzel, Sprecher der Auschwitz-Gedenkstätte, auf Twitter. Dies sei respektlos gegenüber den Opfern. In dem nationalsozialistischen Vernichtungslager im besetzten Polen wurden mehr als eine Million Menschen ermordet.

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Wie Bartyzel berichtete, hatte ein Dutzend junger Menschen am Eingang zum ehemaligen deutschen Konzentrationslager ein Schaf geschlachtet, sich nackt ausgezogen und aneinandergekettet. Museumsmitarbeiter seien sofort eingeschritten und hätten die Polizei gerufen. Unter den Beteiligten war nach Angaben von Polizeisprecherin Malgorzata Jurecka neben Polen und Weißrussen auch ein Deutscher.

Symbol für den Holocaust

Zum Motiv gab es keine offiziellen Angaben. Die Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 27 Jahren wurden zur Befragung in die örtliche Polizeidienststelle gebracht. Nach Informationen der Zeitung „Gazeta Krakowska“ wollten sie gegen den andauernden Konflikt in der Ostukraine protestieren.

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Die Gedenkstätte, rund 50 Kilometer westlich von Krakau, wird jährlich von mehr als 1,7 Millionen Menschen besucht. Auschwitz gilt als Symbol für den Holocaust, den Massenmord an den Juden Europas.

Während des Zweiten Weltkrieges hatten die Nazis in dem Vernichtungslager rund 1,1 Millionen Menschen umgebracht. Die meisten davon waren Juden. Häftlinge mussten durch das Tor gehen, als sie in das Lager gebracht wurden.

Von dpa/AP/RND

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