Hassverbrechen: Mann nach Chanukka-Angriff in USA angeklagt

Nach dem Messerangriff am 28.12.2019 auf eine jüdische Chanukka-Feier mit mindestens fünf Verletzten nahe der Metropole New York stehen Menschen mit Schildern in der Nähe des Tatorts.

Nach dem Messerangriff am 28.12.2019 auf eine jüdische Chanukka-Feier mit mindestens fünf Verletzten nahe der Metropole New York stehen Menschen mit Schildern in der Nähe des Tatorts.

Monsey. Nach einem Angriff auf eine jüdische Chanukka-Feier bei New York ist auf Bundesebene Anklage gegen den Verdächtigen erhoben worden. Die Behörden warfen dem Mann am Montag vor, in das Haus eines Rabbis eingedrungen und fünf Menschen mit einer Stichwaffe schwer verletzt zu haben. In seinem Haus hätten Ermittler handgeschriebene Zeitschriften mit antisemitischem Inhalt gefunden. Einem Opfer ging es wegen einer Schädelverletzung schlecht.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Der Verdächtige sollte vor einem Bundesgericht in White Plains im US-Staat New York erscheinen. Er wurde der versuchten Tötung mit einer gefährlichen Waffe, der Körperverletzung und der Behinderung des Rechts auf freie Religionsausübung in fünf Fällen angeklagt.

Reihe antisemitischer Gewalt in New York

Der Angriff vom Samstagabend reiht sich in eine Reihe gewalttätiger Angriffe auf Juden in der Region ein. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sagte, die Tat sei der 13. antisemitische Angriff seit dem 8. Dezember gewesen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Derweil meldete sich die Familie des 37-jährigen Verdächtigen zu Wort. Er habe in der Vergangenheit psychische Leiden gehabt, es sei aber kein Antisemitismus bekannt gewesen und Mitglied einer Hetze oder Hass schürenden Gruppe sei er auch nicht gewesen.

Eine Tante des Mannes sagte der Nachrichtenagentur AP, ihr Neffe habe friedlich unter jüdischen Nachbarn gelebt. Er habe panische Angst vor Bakterien gehabt und sich Hände und Füße zwanghaft mit Bleichmittel gewaschen, bisweilen mehrmals am Tag. Er habe kürzlich seine Medizin nicht genommen und sei eine Woche verschwunden gewesen. "Mein Neffe ist kein Monster. Er ist einfach krank. Er braucht einfach Hilfe", sagte die Frau.

RND/AP


Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken