Irak fährt harten Kurs gegen kurdische Unabhängigkeit

Bei seinem Besuch in Teheran bekräftigte Iraks Ministerpräsident Al-Abadi seine harte Linie gegenüber den kurdischen Unabhängigkeitsbestrebungen.

Bei seinem Besuch in Teheran bekräftigte Iraks Ministerpräsident Al-Abadi seine harte Linie gegenüber den kurdischen Unabhängigkeitsbestrebungen.

Bagdad. Al-Abadi lehnte am Donnerstag einen Kompromissvorschlag der Kurden im Konflikt um deren Unabhängigkeitsreferendum ab. Er werde nur eine Annullierung der Volksabstimmung akzeptieren, erklärte Al-Abadi bei einem Besuch in der iranischen Hauptstadt Teheran. Die kurdische Führung hatte angeboten, die Ergebnisse des umstrittenen Referendums einzufrieren und mit Gesprächen zu beginnen.

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Die iranische Führung stärkte ihm in der Frage demonstrativ den Rücken. Der geistliche Führer Ajatollah Ali Chamenei ließ über seine offizielle Webseite wissen, dass er der irakischen Regierung Unterstützung bei der Wahrung der „vereinigten Souveränität und territorialen Integrität“ zugesichert habe.

Neue Zusammenstöße zwischen Kurden und irakischen Truppen

Zugleich kam es zu neuen Zusammenstößen zwischen irakischen Truppen und kurdischen Peschmerga-Kämpfern. Der kurdische Sicherheitsrat erklärte, die Peschmerga hätten einen Angriff der irakischen Armee und schiitischer Milizen auf das Gebiet um den Ort Sumar im Nordwesten des Landes abgewehrt. Die Milizen teilten dagegen mit, irakische Truppen hätten ein Dorf in der Nähe von Sumar eingenommen.

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Die Kurden hatten sich im September bei einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit für einen eigenen Staat ausgesprochen. Die irakische Zentralregierung lehnt eine Abspaltung der Kurden strikt ab. Irakische Truppen waren in der vergangenen Woche in zahlreiche Gebiete vorgerückt, die unter Kontrolle kurdischer Peschmerga waren.

Von AP/dpa/RND

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