Nach Protesten im Iran

Teheran bestellt Botschafter Norwegens und Großbritanniens ein

Proteste nach dem Tod einer jungen Frau im Iran.

Proteste nach dem Tod einer jungen Frau im Iran.

Teheran. Im Zusammenhang mit den Protesten im Iran sind die Botschafter Norwegens und Großbritanniens einbestellt worden. Der norwegische Botschafter sei am Vortag zum Gespräch im iranischen Außenministerium gewesen, teilte Oslo auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag mit. Es sei um Twitter-Nachrichten des norwegischen Parlamentspräsidenten Massud Gharechani gegangen.

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Der Botschafter habe die Position der norwegischen Regierung im Fall der getöteten Mahsa Amini bekräftigt, teilte das norwegische Außenministerium weiter mit. Der iranischstämmige Politiker Gharechani macht auf Twitter immer wieder auf die Proteste im Iran aufmerksam und kritisiert die iranische Führung.

Im Fall der Einbestellung des britischen Botschafters sei es um persischsprachige Fernsehsender in London gegangen, berichtete das Nachrichtenportal Assr-Iran. Teheran warf den Sendern demnach vor, mit ihrer Berichterstattung über die Proteste für Provokation und noch mehr Unruhe zu sorgen. Die britische Regierung habe Mitschuld an der Berichterstattung, weil sie den Sendern Genehmigungen erteile. Eine Reaktion aus London lag zunächst nicht vor.

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Die Kritik der iranischen Regierung richtet sich vor allem gegen den persischsprachigen Sender BBC-Farsi, den von den Saudis finanzierten Sender Iran International sowie gegen Manoto-TV. Da im Iran alle drei Sender über Satellit und Internet verfügbar sind, gehören sie zu den wichtigen Nachrichtenquellen für Iraner.

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Auslöser der seit Tagen anhaltenden regimekritischen Proteste im Iran ist der Tod der 22 Jahre alten Mahsa Amini. Sie war von der Sittenpolizei wegen eines Verstoßes gegen die strenge islamische Kleiderordnung festgenommen worden und am 16. September unter ungeklärten Umständen verstorben.

RND/dpa

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