Istanbul verbietet Gay-Pride-Parade

Auch in den vergangenen zwei Jahren hatten die Behörden den Gay-Pride-Marsch untersagt. Dennoch gingen Tausende auf die Straße. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Auch in den vergangenen zwei Jahren hatten die Behörden den Gay-Pride-Marsch untersagt. Dennoch gingen Tausende auf die Straße. Die Polizei setzte Tränengas ein.

Istanbul. Trotz eines Verbots der 15. Schwulen- und Lesbenparade wollen sich am Sonntag Aktivisten in der türkischen Millionenmetropole Istanbul auf der zentralen Einkaufsstraße Istiklal versammeln. Die als „Marsch des Stolzes“ bezeichnete Parade war am Samstag wegen Sicherheitsbedenken verboten worden. Aus Gründen der Sicherheit von Teilnehmern und Touristen sowie der öffentlichen Ordnung könne der Umzug nicht stattfinden, erklärte das Büro des Gouverneurs von Istanbul am Samstag.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Auch in den vergangenen zwei Jahren hatten die Behörden den Gay-Pride-Marsch untersagt. Dennoch gingen Tausende auf die Straße. Die Polizei setzte Tränengas ein.

2014 nahmen 100.000 Menschen Teil

Die Grünen-Europaabgeordnete Terry Reintke wird – wie im vergangenen Jahr – an der Veranstaltung teilnehmen. Der Deutschen Presse-Agentur sagte sie, man wolle die Aktivistinnen und Aktivisten unterstützen und zeigen: „Ihr seid nicht allein“. Der Gay-Pride-Marsch fällt in diesem Jahr auf den ersten Feiertag zum Abschluss des Fastenmonats Ramadan.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

2014 hatte der „Marsch des Stolzes“ für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen in Istanbul bis zu 100.000 Menschen angezogen – eine der größten derartigen Veranstaltungen in der muslimischen Welt. Seither haben die Behörden den Marsch nicht mehr genehmigt.

In der Türkei kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Schwulen, Lesben, Bi- oder Transsexuelle. Im vergangenen Jahr hatte die mutmaßliche Vergewaltigung und Ermordung der 23-jährigen Transgender-Aktivistin Hande Kader für Empörung gesorgt. Nach Angaben der Organisation Kaos GL, die sich für die Rechte von Homosexuellen in der Türkei einsetzt, wurde zudem in Istanbul ein homosexueller Syrer ermordet, seine Leiche wurde verstümmelt aufgefunden.

Von RND/dpa

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Verwandte Themen

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken