Jens Spahn – der Mann mit dem Ruf als fleißigster Minister

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn.

Berlin. Bei einer Bundestagswahl wäre er gerade mal 40 Jahre alt. Jens Spahn ist der jüngste der potenziellen Kandidaten um den CDU-Vorsitz. Er könne noch warten, heißt es bei den einen. Andere sehen ihn ihm die Möglichkeit, die CDU von Grund auf zu erneuern und zudem einen Mann, der nicht nach wenigen Jahren aus Altersgründen wieder ausscheidet.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Als Vorbild dient der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz, der sogar noch sieben Jahre jünger ist. Kurz hat nicht nur die marode konservative Schwesterpartei ÖVP umgekrempelt, sondern auch deren Mehrheit stabilisiert. Kurz ist dabei ultrapragmatisch. Die Grenze nach Rechts zieht Kurz sehr unscharf: Auch eine Koalition mit der rechtsnationalen FPÖ, die mit der AfD verbandelt ist, war für ihn kein Problem. Mittlerweile regiert Kurz mit den Grünen.

Auch Spahn ist ein Wandler zwischen den Welten. Er hat früh das Gespräch mit den Grünen gesucht, suchte sich die vernachlässigte Gesundheitspolitik als Themenfeld. Schon früh galt er als möglicher CDU-Generalsekretär und Minister. Doch Merkel und die ohnehin starke Vertretung der Nordrhein-Westfalen in ihrer Truppe bremsten die Karriere.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

In der Flüchtlingspolitik stellte er sich gegen Merkel und versuchte sich als Identifikationsfigur der Konservativen. Das hat ihm nicht nur Sympathien eingetragen. Mittlerweile ist Spahn wieder mehr auf Mitte-Kurs. Er propagiert den Zusammenhalt.

Gesundheitsminister ist er inzwischen auch geworden, und hat sich dort den Ruf als fleißigster Minister erarbeitet. Von Kramp-Karrenbauer grenzte sich der Gesundheitsminister nun gerne mit dem Hinweis ab, dass es gut sei, über Probleme zu diskutieren, dass man aber auch mal entscheiden müsse.

Im Wettbewerb um den Parteivorsitz belegte Spahn deutlich den dritten Platz. Seine Unterstützer sitzen in der CSU, und in den Teilen der Jungen Union und des Wirtschaftsflügels, die Merz nicht für ein Zeichen der Erneuerung halten.

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen