Öffentlicher Dienst

Kita-Tarifverhandlungen: Nur Streik, wenn es gar nicht anders geht

Auch wenn Verdi dies grundsätzlich vermeiden will - in Kitas könnten Streiks drohen (Symbolbild).

Auch wenn Verdi dies grundsätzlich vermeiden will - in Kitas könnten Streiks drohen (Symbolbild).

Berlin. In der anstehenden Tarifrunde für Beschäftigte von Kitas und sozialer Arbeit im öffentlichen Dienst der Kommunen will die Gewerkschaft Verdi Streiks möglichst vermeiden. „Wir schließen das nicht aus, dass wir streiken“, sagte die Verhandlungsführerin und stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle am Montag.

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„Was aber auch klar ist, dass es durch diese Pandemie erhebliche Belastungen der Bevölkerung gegeben hat und dass wir natürlich nur dann streiken, wenn es gar nicht anders geht.“ Man sehe sich hier in der Verantwortung.

Am Freitag nehmen Verdi und der Beamtenbund dbb nach knapp zweijähriger Pause in Potsdam Tarifverhandlungen mit den kommunalen Arbeitgebern für den Sozial- und Erziehungsdienst wieder auf. Die Gespräche waren wegen der Pandemie im März 2020 unterbrochen worden. Es soll insgesamt drei Verhandlungsrunden geben: An diesem Freitag, am 21. und 22. März sowie am 16.und 17. Mai.

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Behle: Keine Gehaltsrunde

Verdi verlangt unter anderem Verbesserungen bei der tariflichen Eingruppierung der Beschäftigten, was je nach Beschäftigungssituation Gehaltsverbesserungen zur Folge hätte. Die reinen Entgelte stehen nach Angaben der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) aber nicht im Fokus der Verhandlungen. Man habe hier keine Gehaltsrunde, bestätigte Behle. Bereits am 1. April steigen die Entgelte um 1,8 Prozent. Verhandelt werden soll außerdem über einen Rechtsanspruch auf Qualifizierung, bessere Arbeitsbedingungen und Maßnahmen gegen Fachkräftemangel.

Nach Verdi-Angaben geht es um rund 330.000 Beschäftigte - davon 245.000 in der Kindererziehung und -betreuung. Durch eine mögliche Übertragung des angestrebten Abschlusses etwa bei Trägern wie der Caritas oder „arbeitsvertragliche Verweisungen“ könnten aber etwa zwei Drittel der mehr als 1,6 Millionen Beschäftigten in diesem Bereich profitieren, sagte Behle.

RND/dpa

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