KMK-Präsident Holter: So schnell nicht mehr anfassen

Helmut Holter (Die Linke), Präsident der Kultusministerkonferenz und Bildungsminister von Thüringen.

Helmut Holter (Die Linke), Präsident der Kultusministerkonferenz und Bildungsminister von Thüringen.

Berlin. Der Präsident der Kultusministerkonferenz, Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke), sieht 20 Jahre nach Einführung der neuen deutschen Rechtschreibung keinen weiteren Reformbedarf. „Auf der einen Seite war es vor 20 oder 30 Jahren an der Zeit, bestimmte Rechtschreibregeln einmal auf den Prüfstand zu stellen und zu fragen, ob sie für die Schule in der bisherigen Form noch zeitgemäß sind“, sagte Holter dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). „Auf der anderen Seite haben die öffentliche Reaktion auf die Vorschläge und die sich daran anschließenden Korrekturen auch gezeigt, dass ein solches Vorhaben so schnell nicht wieder angefasst werden sollte.“ Der KMK-Präsident sieht keinen Zusammenhang zwischen Rechtschreibreform und mangelhaften Orthografie-Kenntnissen deutscher Schüler. „Es gab zwar durch die Reform eine gewisse Verunsicherung unter erfahrenen Schreibern. Aber die Leistungen der Schülerinnen und Schüler haben eher etwas damit zu tun, welches Gewicht der Vermittlung der Orthografie in den einzelnen Schularten, Jahrgangsstufen und Fächern zukommt“, so der Linken-Politiker gegenüber dem RND.

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Von Thoralf Cleven

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