Geberkonferenz in Kopenhagen

„Wir werden euch nicht im Stich lassen“: Unterstützung für die Ukraine zugesichert

Der Verteidigungsminister von Dänemark Morten Boedskov und Mette Frederiksen, Dänemarks Ministerpräsidentin, während einer Geberkonferenz für die Ukraine.

Der Verteidigungsminister von Dänemark Morten Boedskov und Mette Frederiksen, Dänemarks Ministerpräsidentin, während einer Geberkonferenz für die Ukraine.

Kopenhagen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat von westlichen Ländern mehr Geld gefordert, um den Kampf des ukrainischen Militärs gegen den russischen Angriff zu unterstützen. „Je früher wir Russland stoppen, umso eher können wir uns sicher fühlen“, sagte er am Donnerstag per Videoschalte den Teilnehmern einer Geberkonferenz in Kopenhagen mit dem Ziel, die Finanzierung von Waffen, Ausbildung und Minenräumung in seinem Land zu stärken. „Wir brauchen Rüstungsgüter, Munition für unsere Verteidigung“, sagte er.

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Das Treffen in der dänischen Hauptstadt ist eine Folgeveranstaltung zu der Konferenz auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz im April, bei dem eine Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine unter US-Führung etabliert wurde, die die internationale militärische Unterstützung für das Land koordiniert.

Der ukrainische Verteidigungsminister Olexij Resnikow, der persönlich an der Konferenz in Kopenhagen teilnahm, sagte Journalisten, die Beschaffung von mehr Kampfflugzeugen habe für sein Land derzeit Priorität. „In der ersten Phase brauchen wir Kämpfer, danach Minenräumung“, sagte er.

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Dänemark ist zusammen mit Großbritannien und der Ukraine Gastgeber der eintägigen Konferenz. Der britische Verteidigungsminister Ben Wallace sagte, Ziel der Veranstaltung sei es, „konkrete Schritte“ sicherzustellen. Er gab bekannt, dass sein Land der Ukraine weitere Mehrfachraketensysteme und Lenkraketen liefern werde, um sich dem russischen Angriff zu widersetzen. Zum Ausmaß der zusätzlichen Hilfe machte er zunächst keine Angaben. Die neuen Waffen ergänzen von Großbritannien bereits gelieferte Raketensysteme, für deren Nutzung ukrainische Soldaten in Großbritannien trainiert wurden.

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„Unsere fortgesetzte Unterstützung sendet eine sehr klare Botschaft: Großbritannien und die internationale Gemeinschaft sind weiter gegen diesen illegalen Krieg und werden Seite an Seite stehen und der Ukraine defensive Militärhilfe leisten, um ihr bei der Verteidigung gegen (Präsident Wladimir) Putins Invasion zu helfen“, sagte Wallace.

Massiver russischer Beschuss im Osten der Ukraine

In der Nacht zum Donnerstag seien 120 Raketen in der Gegend um die Stadt Nikopol eingeschlagen.

Vor dem Beginn der Konferenz sicherte die dänische Regierung der Ukraine zusätzliche 820 Millionen dänische Kronen (etwa 110 Millionen Euro) Unterstützung zu. Damit würde die dänische Unterstützung für die Ukraine im Krieg mit Russland auf insgesamt mehr als drei Milliarden Kronen (etwa 400 Millionen Euro) steigen. Ein Teil des Geldes soll dafür verwendet werden, eine Ausbildungsmission für ukrainische Streitkräfte durch 130 dänische Soldaten in den kommenden Monaten in Großbritannien zu bezahlen.

„Wir werden euch nicht im Stich lassen“, sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zur Eröffnung der Konferenz. Der norwegische Verteidigungsminister Bjørn Arild Gram erklärte, die Unterstützung für die Ukraine sei ungebrochen. „Es ist entscheidend für die Ukraine, in der Lage zu sein, sich gegen die russische Attacke zu verteidigen“, sagte er.

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RND/AP

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