Wahl in Frankreich

Macron - Le Pen im TV sehen: Wo das Duell läuft und wer in Umfragen führt

Emmanuel Macron und Marine Le Pen stehen sich am Abend in der einzigen großen und zentralen TV-Debatte gegenüber.

Emmanuel Macron und Marine Le Pen stehen sich am Abend in der einzigen großen und zentralen TV-Debatte gegenüber.

Die Präsidentschaftswahl in Frankreich geht in die nächste heißte Phase. Vor der Stichwahl am kommenden Sonntag, 24. April, treten die beiden Kandidaten Emmanuel Macron und Marine Le Pen am Mittwochabend (21 Uhr) in der einzigen zentralen TV-Debatte an. Aktuelle Umfragen sehen Amtsinhaber Macron mit 55 Prozent leicht vorne, Le Pen wird daher am Abend alles daran setzen, weitere Wählerstimmen zu gewinnen.

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Dafür wird die Kandidatin allerdings einen besseren Auftritt benötigen als vor fünf Jahren. Damals missglückte ihr Auftritt, sie suchte in Aktenordnern nach Informationen, verwechselte französische Großkonzerne, blamierte sich mit fehlgeschlagenen Angriffen auf Emmanuel Macron und setzte kaum eigene Themen.

Anschließend holte Le Pen im zweiten Wahlgang nur 33,9 Prozent, konnte Macron nicht gefährden. Das soll sich in diesem Jahr nun ändern. Daher gönnt sich die 53-Jährige vor dem entscheidenden Fernsehauftritt mehr Ruhe als noch 2017, wie ihr Umfeld französischen Medien verriet. Damals war ihr Terminplan noch bis in die frühen Morgenstunden des Debattentags randvoll. Diesmal solle Le Pen ausreichend Schlaf bekommen, hieß es. Le Pen selbst wollte offenbar dem Eindruck entgegentreten, sie blicke mit Sorge auf die Debatte: Sie bereite sich ganz „normal“ darauf vor, bei sich zu Hause, wie auf alle anderen Sendungen auch, sagte sie jüngst in einem Interview.

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Ob die Taktik aufgeht, lässt sich auch aus Deutschland verfolgen. Das TV-Duell wird am Abend live bei „Phoenix“ im TV und im Livestream gezeigt, die Übertragung startet um 20.45 Uhr. In Frankreich wird die traditionelle TV-Debatte zwischen den beiden Wahlrunden gleichzeitig auf mehreren Kanälen übertragen. 2017 schalteten rund 16,4 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein. Damals war die Diskussion von Beschimpfungen und persönlichen Angriffen geprägt. Beobachterinnen und Beobachtern zufolge geht es für Le Pen und Macron nun besonders darum, linke Wähler zu bezirzen. Auf deren Stimmen wären beide für einen Wahlsieg angewiesen.

Im ersten Wahlgang hatte Macron 27,84 Prozent geholt, Le Pen kam auf 23,15 Prozent. Beide Kandidierenden legten damit im Vergleich zum ersten Wahlgang vor fünf Jahren leicht zu.

In den Umfragen vor dem zweiten Wahlgang hatte sich Macron zuletzt bei 54 bis 56 Prozent stabilisiert. Im wichtigen TV-Duell wollen beide Kandidierenden nur noch einmal möglichst viele Wählerinnen und Wähler auf ihre Seite ziehen.

RND/jk/dpa

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