Ärzte fordern Impfpflicht

Marburger Bund fürchtet Corona-Herbst: „Können uns keine weitere Welle leisten“

Archivbild 25.03.2022: Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes bei einer Bundespressekonferenz zu aktuellen Corona-Lage in Berlin. Der Marburger Bund befürchtet eine weitere massive Corona-Welle im Herbst. Der Ärzteverband warnt vor einer erneuten Belastung des Gesundheitssystems – bereits die Omikron-Welle habe Krankenhäuser an ihre Grenzen gebracht. Der Ärzteverband dringt daher auf eine rasche Impfpflicht.

Archivbild 25.03.2022: Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes bei einer Bundespressekonferenz zu aktuellen Corona-Lage in Berlin. Der Marburger Bund befürchtet eine weitere massive Corona-Welle im Herbst. Der Ärzteverband warnt vor einer erneuten Belastung des Gesundheitssystems – bereits die Omikron-Welle habe Krankenhäuser an ihre Grenzen gebracht. Der Ärzteverband dringt daher auf eine rasche Impfpflicht.

Deutschlands größter Ärzteverband, der Marburger Bund, fürchtet, dass es im Herbst erneut zu einer massiven Corona-Welle kommen wird. „Ich mache mir große Sorgen, dass wir im Herbst in eine neue große Welle geraten und schon wieder ein Déjà-vu erleben“, sagte Verbandschefin Susanne Johna dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Sie habe die Befürchtung, „dass die Krankenhäuser wieder enormen Belastungen ausgesetzt sind, wir wieder planbare Eingriffe verschieben müssen und es wieder umfangreiche Corona-Maßnahmen braucht“, erklärte die Ärztechefin.

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Bereits die letzte Welle habe die Krankenhäuser an den Rande ihrer Belastungsgrenze gebracht. „Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Kliniken haben bereits gekündigt oder zumindest ihre Arbeitszeit reduziert“, erklärte sie und fügte hinzu: „Wir können uns keine weitere Corona-Welle in einem Ausmaß wie bisher leisten.“

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Der Marburger Bund dringt daher auf eine schnelle Einführung der Impfpflicht in Deutschland. „Wenn es keine Mehrheit für eine Impfpflicht ab 18 Jahren gibt, brauchen wir zumindest eine Impfpflicht für alle ab 50 Jahren“, sagte Johna im RND-Interview. „Wichtig ist, dass wir diese Nachweispflicht jetzt sofort einführen und nicht erst im Herbst.“ Dann sei es zu spät.

„Wir haben in dieser Pandemie oft genug erlebt, dass die Politik erst einmal abgewartet und dann viel zu spät reagiert hat“, kritisierte sie und forderte: „Damit die Impfpflicht auch rechtzeitig gegen eine weitere Corona-Welle wirken kann, müssen wir uns beeilen und dürfen nicht mehr wochenlang warten.“

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