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Empörung im Netz

Kritik an Lindners Vorstoß: Mehr Überstunden? Erzählen Sie das mal einer Pflegekraft

Zwei Pflegerinnen schieben Patienten mit Rollstühlen auf einem Flur in einem Krankenhaus.

Berlin. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) steht nach seiner Äußerung zu mehr Überstunden in der Kritik. Lindner hatte zuvor die Forderung seines baden-württembergischen Amtskollegen Danyal Bayaz (Grüne) nach einem „Kriegssoli“ zurückgewiesen. Massive Steuererhöhungen wie ein „Kriegssoli“ seien geeignet, die wirtschaftliche Entwicklung zu strangulieren, warnte der FDP-Vorsitzende.

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2021 machten Arbeitnehmende in Deutschland über 1,7 Milliarden Überstunden, fast die Hälfte davon unbezahlt. Im Netz löst Lindners Vorschlag Unmut aus. „Mehr Überstunden? Unfassbar, wie kann ein einzelner Mensch so viel dummes Zeug von sich geben“, schrieb eine Twitter-Userin. Andere berichteten von ihren unbezahlten Überstunden.

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Ein anderer Nutzer gab zu Bedenken: „Mit Überstunden sichere ich nur den Wohlstand meines Chefs.“ Kritik kommt auch von der Gewerkschaft Ver.di.

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Eine Userin weist darauf hin, dass zuletzt viele junge Menschen die FDP gewählt haben und diese Generation doch Wert auf eine gute Work-Life-Balance legt.

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Auch die Linken-Fraktion kritisierte Lindner: „Deutsche Aktienunternehmen zahlen dieses Jahr zusammen 70 Milliarden Euro Dividenden aus, so viel wie nie zuvor. Und Christian Lindner fordert mehr Überstunden, um die Wirtschaft zu stabilisieren“, sagte Jan Korte, Parlamentarischer Geschäftsführer der Linken-Fraktion im Bundestag, am Freitag in Berlin „Vielleicht sollten ihn seine Koalitionspartner SPD und Grüne mal daran erinnern, dass nicht die Konzerne, sondern die Bevölkerung sie gewählt haben.“

Vielleicht sollten ihn seine Koalitionspartner SPD und Grüne mal daran erinnern, dass nicht die Konzerne, sondern die Bevölkerung sie gewählt haben.

Jan Korte, Die Linke

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Lindner jedoch verteidigte seinen Vorstoß auf dem Kurznachrichtendienst. „Twitter at its best. Aber ich stehe dazu: Wenn wir unseren Wohlstand sichern wollen, dann brauchen wir Gründergeist, unternehmerisches Risiko und auch Respekt vor Leistung wie eben Überstunden“, schrieb der FDP-Politiker. Und weiter: „Steuererhöhungen und Staatsschulden bringen uns keine Zukunft. Blame me for it!“

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Ein weiterer Twitter-User ging auf den Beitrag ein und monierte: „Christian Lindner at it‘s worst. Er will lieber die Welt brennen sehen, Arme noch mehr arbeiten lassen, anstatt Wohlhabende durch Steuern zu belasten. Es ist so eklig.“ Von anderer Seite hieß es: „Wir könnten auch was bei den Millionären abschöpfen, deren Vermögen selbst unter Corona noch weiter angestiegen ist.“

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Der Ökonom Marcel Fratscher vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin twitterte: „Der Arbeitskräftemangel wird nicht durch mehr Überstunden gelöst, lieber Christian Lindner. Wir sollten die große Stille Reserve im Arbeitsmarkt heben — viele (v.a. Frauen) arbeiten nicht oder weniger, weil es sich finanziell zu wenig lohnt und zu hohe Hürden gesetzt werden (z.B. Kitas).“

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RND/dpa/stu/jst

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