70 Prozent für Fortsetzung

Mehrheit der Deutschen für Verlängerung des 9-Euro-Tickets – Linke fordert Fortsetzung

14.06.22: Volle Züge am Bahnhof in Köln. Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets über den August hinaus.

14.06.22: Volle Züge am Bahnhof in Köln. Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets über den August hinaus.

Berlin. Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland befürwortet eine Verlängerung des 9-Euro-Tickets über den August hinaus. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa für „Bild am Sonntag“ gaben dies 70 Prozent der Befragten an. Dagegen waren 18 Prozent.

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9-Euro-Ticket für das ganze Jahr?

Nach den ersten 9-Euro-Ticket-Wochenenden mehren sich die Forderungen nach einer Verlängerung oder Entwicklung von langfristigen Angeboten.

Aus Sicht der Linken solle das 9-Euro-Ticket mindestens bis Jahresende verlängert werden. Es soll Teil eines weiteren Pakets zur Entlastung der Bürger bei stark steigenden Preisen sein, das die Linksfraktion im Bundestag von der Bundesregierung fordert. Nötig sei insbesondere ein „Schutzschirm für Ostdeutschland“, da die hohe Inflation und die Folgen der Russland-Sanktionen die Menschen dort besonders hart träfen. „Die Lebensmittel- und Energiepreise sind außer Kontrolle und steigen in einem unvorstellbaren Tempo“, heißt es in dem Antrag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

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Das 9-Euro-Ticket ermöglicht in den Monaten Juni, Juli und August Fahrten im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durch ganz Deutschland. Mit den Fahrscheinen sollen zum einen Verbraucher angesichts der hohen Inflation entlastet und zum anderen der ÖPNV attraktiver werden.

Auch Ampel-Koalition prüft Verlängerung

Grünen-Chefin Ricarda Lang bezeichnete das 9-Euro-Ticket als einen riesigen Erfolg. „Wir lassen jetzt untersuchen, ob Menschen wegen des Tickets wirklich vom Auto auf die Bahn umsteigen. Sollte das so sein, müssen wir in der Koalition unbedingt darüber reden, wie wir an diesen Erfolg anknüpfen können“, sagte sie der „Bild am Sonntag“. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) hält dagegen zunächst mehr Strukturreformen im ÖPNV für nötig, bevor es mehr Geld geben soll.

Die Ampel-Koalition hatte bisher zwei Entlastungspakete beschlossen. Dazu gehören etwa der Tankrabatt und das 9-Euro-Ticket. Derzeit streitet sie über zusätzliche Maßnahmen. Im Gespräch sind etwa höhere Hartz-IV-Sätze und eine Senkung der Steuerlast für Arbeitnehmer.

RND/dpa

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