„Sicherheit in Städten außer Kontrolle“

Italienische Rechtspolitikerin Meloni schockt Gegner mit angeblichem Vergewaltigungsvideo

Giorgia Meloni, Parteichefin von Fratelli d'Italia, spricht bei einer Veranstaltung von Fratelli d'Italia.

Giorgia Meloni, Parteichefin von Fratelli d'Italia, spricht bei einer Veranstaltung von Fratelli d'Italia.

Mailand. Die in Umfragen führende italienische Rechtspolitikerin Giorgia Meloni hat mit der Verbreitung eines Videos über eine angebliche Vergewaltigung für Furore gesorgt. Meloni retweetete am Sonntagabend verpixelte Aufnahmen von einer Nachrichtenwebseite, die den Angaben zufolge zeigen, wie ein 27 Jahre alter Asylbewerber aus Guinea eine Ukrainerin vergewaltigt. Die Schreie der Frau sind zu hören.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Meloni twitterte, man könne zu dieser scheußlichen Gewalttat durch einen Asylbewerber am helllichten Tag in Piacenza nicht schweigen. „Eine Umarmung für diese Frau. Ich werde alles tun, um die Sicherheit in unseren Städten wiederherzustellen“, schrieb die Vorsitzende der auch im Neofaschismus wurzelnden Partei Brüder Italiens.

Verbrechen instrumentalisiert?

Melonis Hauptkontrahent bei den Wahlen am 25. September, Enrico Letta von der Demokratischen Partei, warf der Politikerin vor, mit ihrem Retweet die Grenzen von Würde und Anstand überschritten zu haben. Die frühere Bildungsministerin Lucia Azzolina erklärte, Meloni habe sich über das Verbrechen nicht beklagt, sondern es instrumentalisiert. Der Chef der kleinen Partei Azione, Carlo Calenda, attestierte Meloni, ihr Vorgehen sei eines zivilisierten Landes unwürdig und richte sich auch gegen Frauen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Meloni konterte, in dem Video sei keine Person zu erkennen. Im Übrigen habe es Letta versäumt, das darin gezeigte Verbrechen zu verurteilen. „Warum sprechen Sie nicht darüber?“, fragte sie. „Weil Sie sonst mit dem Fakt klarkommen müssten, dass die Sicherheit in unseren Städten außer Kontrolle ist, auch dank der surrealen Einwanderungspolitik, die Sie verfolgt haben.“

RND/AP

Mehr aus Politik

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken