Milzrissaffäre: Verfahren gegen früheren AfD-Landeschef Kalbitz eingestellt

Der ehemalige Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz erklärte sich bereit, einen vierstelligen Geldbetrag zu zahlen.

Der ehemalige Brandenburger AfD-Chef Andreas Kalbitz erklärte sich bereit, einen vierstelligen Geldbetrag zu zahlen.

Potsdam. In der „Milzrissaffäre“ um Andreas Kalbitz hat die Staatsanwaltschaft Potsdam ihre Ermittlungen abgeschlossen. Wie ein Sprecher der Behörde auf Anfrage des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) erklärte, wurde das Strafverfahren gegen den früheren Chef der AfD Brandenburg wegen fahrlässiger Körperverletzung am Mittwoch gegen Zahlung eines „niedrigen vierstelligen Geldbetrags“ eingestellt. Der frühere AfD-Politiker habe der Zahlung zugestimmt, sagte ein Sprecher der Staats­anwaltschaft.

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Kalbitz verletzte Parteikollegen Hohloch

Der ehemalige brandenburgische AfD-Landeschef hatte vor einem Jahr den kommissarischen Fraktionsvorsitzenden Dennis Hohloch verletzt. Kalbitz hatte Hohloch in den Fraktionsräumen im Potsdamer Landtag zur Begrüßung und nach eigenen Angaben ohne böse Absicht in die Seite geboxt. Hohloch erlitt dabei einen Milzriss. Die Staatsanwaltschaft leitete ein Verfahren gegen Kalbitz ein.

Einträchtig zusammen: Andreas Kalbitz (links) und Dennis Hohloch vor der Milzriss-Affäre.

Einträchtig zusammen: Andreas Kalbitz (links) und Dennis Hohloch vor der Milzriss-Affäre.

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Freundschaftlicher Knuff oder heftiger Schlag?

Während Kalbitz von einem „freundschaftlichen Knuff“ sprach, handelte es sich anderen Parteimitgliedern zufolge um einen heftigen Schlag. Hohloch musste auf der Intensivstation behandelt werden.

Gegen die Annullierung seiner Parteimitgliedschaft ist Kalbitz juristisch vorgegangen – bislang ohne Erfolg. Das AfD-Bundes­schieds­gericht hatte seine Mitgliedschaft für ungültig erklärt, da Kalbitz beim Parteieintritt 2013 verschwiegen hatte, dass er früher Mitglied der Republikaner und der inzwischen verbotenen rechtsextremen Heimattreuen Deutschen Jugend (HDJ) war. Die HDJ-Mitgliedschaft streitet Kalbitz ab; der Verfassungsschutz ist indes überzeugt, dass eine „Familie Andreas Kalbitz“ dort Mitglied war.

rnd/scs/jps/may

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