Montgomery kritisiert Lauterbach: Ende der Testpflicht für Geboosterte macht „keinen Sinn“

Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery.

Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery.

Köln. Der Chef des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat den neuen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für dessen Initiative kritisiert, dreifach geimpfte Menschen von der 2G-Plus-Regel auszunehmen.

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„Aus rein medizinischer Sicht macht der Plan von Karl Lauterbach, dreifach Geimpfte von der 2G-Plus-Regel auszunehmen, keinen Sinn“, sagte er im Podcast „Die Wochentester“ des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) und des „Kölner Stadt-Anzeiger“. „Ich würde es begrüßen, wenn man die Testpflicht erhalten würde.“

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern hatten sich am Dienstag auf die Aufhebung der Testpflicht für Personen mit Auffrischungsimpfungen bei 2G-Plus-Konzepten geeinigt. Lauterbach warb vor der Sitzung dafür, mit der Maßnahme könne das Boostern noch attraktiver gemacht werden. Die Testbefreiung soll ab dem 15. Tag nach der Auffrischungsimpfung gelten.

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Montgomery: „Wir behandeln alle Menschen gleich“

Lobende Worte fand Montgomery hingegen für die vorgenommene Impfstoffinventur des Gesundheitsministers. „Es ist gut, dass wir jetzt merken, dass wir in den nächsten drei bis vier Monaten einen Mangel an Impfstoff haben.“ Die Zeiten, wo man Monate auf Impfstofflieferungen warten musste, seien damit vorbei. „Ich bin sehr guter Hoffnung, dass wir genügend Impfstoff für das erste Quartal 2022 haben werden.“ Lauterbach hatte berichtet, es gebe für das erste Quartal 2022 einen erheblichen Impfstoffmangel, da die Vorgängerregierung zu wenig Impfstoff bestellt habe.

Montgomery begrüßte auch die Aussagen des neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD). Dieser sagte, er sei auch Kanzler der Ungeimpften. „Ich bin auch der Arzt der Ungeimpften. Obwohl ich heftig gegen Ungeimpfte polemisiere und versuche, sie dazu zu kriegen, sich impfen zu lassen.“ Montgomery betonte, das alle kranken Menschen ein Recht auf Behandlung hätten, egal ob sie die Erkrankung selbst verschuldet hätten und daran eine Mitschuld tragen würden. „Wir behandeln alle Menschen gleich.“

RND/jst/Reuters

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