„Mr. President, bauen Sie diese Mauer nicht“

Die von der DDR errichtete Berliner Mauer teilte von 1961 bis 1989 den Osten und Westen der Stadt.

Die von der DDR errichtete Berliner Mauer teilte von 1961 bis 1989 den Osten und Westen der Stadt.

Berlin. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat Donald Trumps Plan, eine Mauer zwischen den USA und Mexiko zu errichten, als Irrweg kritisiert. "Berlin, die Stadt der Teilung Europas, die Stadt der Freiheit Europas, kann nicht kommentarlos zusehen, wenn ein Land plant, eine neue Mauer zu errichten", teilte Müller am Freitag mit. Millionen Menschen seien durch diese Teilung die Lebenschancen genommen worden.

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Weiter heißt es in der offiziellen Pressemitteilung Müllers:

„Heute, am Beginn des 21. Jahrhunderts, dürfen wir es nicht einfach hinnehmen, wenn alle unsere historischen Erfahrungen von denjenigen über den Haufen geworfen werden, denen wir unsere Freiheit zum großen Teil verdanken, den Amerikanern. Ich appelliere an den Präsidenten der Vereinigten Staaten, diesen Irrweg von Abschottung und Ausgrenzung nicht zu gehen. Überall dort, wo heute noch solche Grenzen existieren, in Korea, auf Zypern, schaffen sie Unfreiheit und Leid. Ich rufe dem amerikanischen Präsidenten zu: Denken Sie an ihren Vorgänger Ronald Reagan. Erinnern Sie sich an seine Worte: ‚Tear down this wall.‘ Und deshalb sage ich: Dear Mr. President, don´t build this wall!“

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In der internationalen Presse stößt der Appell Müllers an Trump auf große Aufmerksamkeit:

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Zuckerberg kritisiert Trump für Einwanderungspolitik

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (32) hat die Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump mit pauschalen Einreiseverboten und Abschiebungen kritisiert. "Die Vereinigten Staaten sind eine Nation von Einwanderern, und wir sollten stolz darauf sein", schrieb Zuckerberg am Freitag auf seiner Facebookseite.

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Darin verwies er auch auf die Herkunft seiner Ur-Großeltern, die aus Deutschland, Österreich und Polen gekommen seien. Die Eltern seiner Frau Priscilla seien als Flüchtlinge aus China und Vietnam in die USA gekommen. Die Erlasse zur Einwanderung beunruhigten ihn, schrieb Zuckerberg - „wie viele von euch“.

Zuckerberg rief zudem dazu auf, für Flüchtlinge und Hilfsbedürftige die „Türen offen“ zu lassen. Einige seiner besten Schüler seien Kinder illegaler Einwanderer ohne Papiere gewesen, als er vor einigen Jahren an einer örtlichen Schule Unterricht gegeben habe. „Auch sie sind unsere Zukunft“, erklärt der 32-Jährige.

Trump hatte am Freitag die Einreise aller Flüchtlinge in die USA für vorerst 120 Tage verboten. Zuvor hatte er ein Dekret erlassen, mit dem die Errichtung einer Mauer an der Grenze zu Mexiko in die Wege geleitet werden soll.

Von RND/fw/dpa

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